Archiv für 2019

Haben GKV-Versicherte Anspruch auf Mittel zur Raucherentwöhnung?

Viele Raucher wollen sich von ihrem Laster befreien – insbesondere, wenn sie bereits erste Krankheiten haben. Doch das fällt meist nicht leicht. Zudem besteht kein Anspruch auf Versorgung mit Medikamenten zur Rauchentwöhnung in der gesetzlichen Krankenversicherung. Aber: viele Kassen unterstützen Rauchentwöhnungskurse oder -methoden hier.

Rauchen ist ungesund. Das weiß jeder. So steht es auch auf den Zigarettenpackungen, gleich unter den abschreckenden Bildern. Vor allem ist Rauchen der Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs, kann die Entstehung von anderen Krebsarten begünstigen und auch Lungen- und Herz-Kreislauferkrankungen verursachen. Das alles ist allgemein bekannt. Und doch gibt es hierzulande nach wie vor Millionen Raucher. So manch einer versucht, immer mal wieder, aufzuhören. Allerdings brauchen die meisten mehrere Anläufe, um rauchfrei zu werden. Denn nicht nur der körperliche Entzug erschwert das Aufhören. Vor allem die Routinen, bei denen oft zum Glimmstängel gegriffen wird, machen den Verzicht oft schwer.

Etwas leichter soll es mit Nikotinersatzmitteln, wie Nikotinkaugummi oder Nikotinpflaster sein. Auch die sogenannten E-Zigaretten, bei deren Konsum nicht mehr vom Rauchen, sondern vom Dampfen gesprochen wird, können den Übergang in ein rauchfreies Leben angenehmer machen.

Wie funktioniert die Rauchentwöhnung?

An erster Stelle steht der fest Wille, den Zigaretten dauerhaft Adieu zu sagen. Mit konkreten Antworten auf die Frage, warum man aufhören will, fällt das Durchhalten leichter. Ein Ziel, sich beispielsweise von dem ersparten Geld etwas Schönes zu kaufen, steigert zusätzlich die Motivation. Eine ärztliche Therapie zur Raucherentwöhnung kann ebenfalls hilfreich sein. Das Gespräch mit einem Arzt hilft das Für und Wider dafür abzuwägen.

Der körperliche Entzug beginnt bereits nach ein paar Stunden ohne „Kippen“. Der Puls und der Blutdruck sinken. Kalte Hände und Füße werden seltener. Die Kohlenmonoxid-Belastung wird gesenkt. Dadurch wird wieder mehr Sauerstoff an die roten Blutkörperchen gebunden und der Sauerstoffgehalt im Blut erhöht sich. Allerdings zählen zu den klassischen Begleiterscheinungen des Nikotin-Entzugs depressive Verstimmungen, Schlafstörungen, Unruhe, vermehrtes Schwitzen und größerer Appetit. Eine Gewichtszunahme ist daher nicht selten.

Was kostet eine Rauchentwöhnung?

Rauchen belastet nicht nur die Gesundheit,

sondern schmälert deutlich den Geldbeutel. Bei dem Konsum von 10 bis 20 Zigaretten am Tag, sind das bei einem Preis von sieben Euro pro Schachtel zwischen 1.345 bis 2.689 Euro jedes Jahr. Das könnte man sinnbringender in andere Dinge investieren.

Dessen sind sich Raucher oft auch bewusst, und wollen darum dem blauen Dunst gern dauerhaft entfliehen. Insbesondere wenn bereits ein paar erfolglose Versuche unternommen wurden, die Zigaretten los zu werden, versucht es manch einer mit Akupunktur oder Hypnose zur Rauchentwöhnung. Hier kosten die Sitzungen, je nach Anbieter und Dauer zwischen 30 und etwa 400 Euro. Ob die Kosten für Akupunktur oder Hypnose von der Krankenkasse übernommen werden, hängt von der Kasse ab und muss erfragt werden.

Nikotinpflaster sind mit einem geringen Nikotingehalt und in der kleinsten Packungsgröße mit sieben Stück für je 24 Stunden Nikotinzufuhr für um die 20 Euro zu bekommen. Für bereits unter zehn Euro sind dagegen Nikotinkaugummis erhältlich, um damit schrittweise das Verlangen nach Nikotin zu reduzieren, und ohne Zigaretten leben zu können.

Was sieht der Leistungskatalog gesetzlichen Krankenversicherung vor?

Jüngst mussten die Richter des Bundessozialgerichts über eine Klage zur Übernahme der Kosten von Medikamenten zur Rauchentwöhnung entscheiden (Aktenzeichen B 1 KR 25/18 R). Eine gesetzlich Krankenversicherte leidet an COPD, einer chronisch obstruktiven Lungenerkrankung. Sie hatte ihre Krankenkasse auf Versorgung mit dem Arzneimittel „Nicotinell“ verklagt. Allerdings haben Versicherte keinen Anspruch gegen ihre Krankenkasse, dass diese die Kosten übernehmen. Denn diese Mittel sind „verfassungskonform kraft Gesetzes aus dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ausgeschlossen“, wie es im Urteil heißt. Mit dem Rauchen aufzuhören, kann man ebenfalls ohne medikamentöse Maßnahmen erreichen, so die Richter.

Viele Krankenkassen bieten individuelle Unterstützung auf dem Weg in ein Nichtraucherleben an. Das kann zum Beispiel ein Nichtrauchertraining sein oder auch das Angebot, sich mit Experten in einem Forum auszutauschen. Zudem bezuschussen viele Kassen spezielle Kurse oder Methoden zur Rauchentwöhnung.

Hebammen

Das alles leisten Hebammen bei Schwangerschaft und Entbindung

Seit vielen Jahrhunderten begleiten Frauen andere Frauen während Schwangerschaft, Geburt und Stillzeit, mache Frauen haben dies zu ihrem Beruf gemacht und heißen Hebammen. Bei allen Fragen, Sorgen und Nöten standen und stehen Hebammen den werdenden Müttern zur Seite. Doch das Berufsbild hat sich in den vergangenen Jahrzehnten gravierend geändert.

Die Arbeit der Hebamme zählt zu den ältesten Berufen der Welt – und wurde 2016 von der Unesco zum immateriellen Kulturerbe erklärt. Doch in der Mitte des 20. Jahrhunderts vollzog sich der „größte Wandel in der Geschichte der Geburtshilfe“, so der Deutsche Hebammenverband (DHV). Die Geburt verlagerte sich demnach zunehmend in die Krankenhäuser und die Hebammentätigkeit hat sich dadurch in nur wenigen Jahrzehnten gravierend verändert. Das zeigt sich beispielsweise an der Kaiserschnittrate, die weltweit, aber auch in Deutschland, seit Jahren steigt. Im Jahr 2017 kam hierzulande mittlerweile fast jedes dritte Baby per Operation zur Welt. 1991 waren es noch rund 15 Prozent – laut Weltgesundheitsorganisation liegt die optimale Kaiserschnittrate zwischen zehn und 15 Prozent.

Eine Geburtshelferin für fünf schwangere Frauen

Dass ein Kaiserschnitt gesundheitliche Risiken für Mutter und Kind birgt, ist der Bundesregierung nicht verborgen geblieben. Der einstige Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) erklärte, dass ein solcher Eingriff nur vorgenommen werden sollte, wenn er medizinisch notwendig sei. „Im Zentrum muss immer der Schutz von Mutter und Kind stehen“, so Gröhe 2017.

Doch laut Hebammenverband reduziert die Medizin Schwangerschaft und Geburt auf ein „organmedizinisch riskantes Lebensereignis“, das „korrigierend und intervenierend durch die Medizin begleitet werden müsse“. Die Hebamme betrachte dagegen die Geburt als „normales und physiologisches Ereignis“. Frauen brauchen während der Schwangerschaft und der Geburt demnach eher Ermutigung und liebevolle Bestätigung in „ihrer Fähigkeit, normal gebären zu können“.

Das ist in den Krankenhäusern jedoch kaum noch möglich, da vor allem dort ein Mangel bei Geburtshelfern besteht. Die Situation verschlechtert sich laut DHV in Deutschlands Kreißsälen weiter. Seit Jahren sei die Geburtshilfe unterfinanziert und der Personalmangel steige. Inzwischen betreuen Hebammen in den Kliniken dauerhaft bis zu fünf Gebärende gleichzeitig und damit mehr als doppelt so viele wie das bei Hebammen in anderen europäischen Ländern üblich ist.

Hebammen-Verband fordert mehr Personal

Der DHV setzt sich daher immer wieder für eine politische Lösung ein. Ein Geburtshilfestärkungsgesetz müsse her und eine Hebammen-Sonderstellungsprogramm soll für mehr Personal in den Kreißsälen sorgen.

Ulrike Geppert-Orthofer, Präsidentin des DHV:

„In der Geburtshilfe muss wieder der Mensch im Mittelpunkt sein. Frauen benötigen eine individuelle und zugewandte Betreuung rund um die Geburt. Hebammen brauchen bessere Arbeitsbedingungen. Wir fordern deshalb einen Wandel in der Geburtshilfe und entschiedene politische Maßnahmen“.

Die Hebammen können bereits eine Schwangerschaft feststellen und den Mutterpass ausstellen. Sie betreuen die werdenden Mütter und unterstützen den natürlichen Verlauf von Schwangerschaft und Geburt. Bis auf die Ultraschalluntersuchungen kann die Schwangere sich komplett bei der Hebamme untersuchen lassen. Dort wird das Gewicht kontrolliert und auch die Blut- und Urintests regelmäßig durchgeführt. Verläuft etwas nicht, wie es sollte, wird ein Arzt hinzugezogen.

Welche Kosten die Krankenkassen tragen

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt diese Betreuungskosten und auch diejenigen, die bei Beschwerden während der Schwangerschaft, wie Übelkeit, auftreten. Viele Hebammen besitzen dafür Zusatzqualifikationen wie Akupunktur . In solchen Fällen kann es sein, dass zusätzliche Kosten entstehen, die die Schwangere selbst übernehmen muss. Die Hebammen führen auch durch die Geburtsvorbereitungskurse, die von den Kassen bezahlt werden. Die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen beim Arzt werden ebenfalls von der Krankenkasse übernommen. Darüber hinaus gibt es dort diverse Zusatzleistungen, die in der Regel von der werdenden Mutter beziehungsweise den werdenden Eltern selbst gezahlt werden müssen.

Vorsorgeuntersuchungen , Behandlungen beim Arzt aufgrund der Schwangerschaft ebenso wie die Entbindung sind auch in der PKV im Versicherungsschutz enthalten. Sollte eine medizinische Behandlung des Kindes im Mutterleib notwendig sein, ist das im vertraglichen Umfang ebenfalls abgedeckt. Das Kind kann direkt nach der Geburt im Rahmen der Kindernachversicherung ohne Wartezeit und ohne Gesundheitsprüfung , ganz gleich, ob kerngesund oder mit schwersten Erkrankungen oder Behinderungen, privat krankenversichert werden.

Auch nach der Geburt hört die Betreuung der Hebammen nicht auf

Macht sich nun das Kind auf den Weg, das Licht der Welt zu erblicken, unterstützt die Hebamme die werdende Mutter. Sie greift in den Geburtsvorgang nur ein, wenn es medizinisch notwendig ist. Ein Arzt wird nur dann hinzugezogen, wenn ein Notfall besteht.

Hebamme muss anwesend sein:

In Deutschland ist gesetzlich geregelt, dass bei jeder Geburt eine Hebamme anwesend sein muss. Sie darf die Geburt ohne Arzt durchführen. Ein Arzt dagegen darf das üblicherweise nicht ohne Hebamme.

In der Zeit nach der Geburt betreut die Hebamme Mutter und Kind zu Hause. Innerhalb von acht Wochen kann sie auf Kosten der Krankenkasse 16-mal mit Rat persönlich zur Seite stehen. Sie ist Ansprechpartnerin bei Unsicherheiten, beim Stillen und gesundheitlichen Problemen von Mutter und Kind. Auch Rückbildungskurse, die ebenfalls zu den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung gehören, können von der Mutter genutzt werden. Laut DHV zeigen Untersuchungen, dass eine gute Hebammenbetreuung zu weniger Frühgeburten, weniger medizinischen Eingriffen während der Geburt, zu kürzeren Krankenhausaufenthalten und zu längerem und häufigerem Stillen führen kann.

Digitale Hebammenberatung

In der Geburtshilfe hat ebenfalls die Technologie Einzug gehalten. So gibt es Start-ups, wie Call-a-Midwife (auf Deutsch: „Ruf die Hebamme“) oder Kinderheldin, die eine Beratung durch Hebammen per Chat oder Telefon anbieten. Auch die Handy-App „Onelife Health“ verspricht werdenden Eltern Unterstützung.

Daniela Erdmann, Hebamme in Köln und DHV-Beirätin, im Gespräch mit „Baby und Familie“:

„Der Hebammenberuf ist ein sehr haptischer Beruf. Ich untersuche die Frau oder das Baby mit den Händen und führe oft sehr persönliche Gespräche. Nur so kann ich eine Frau gut beraten“.

Bei den digitalen Angeboten gehe das eben nicht. Allerdings würden sie die Hebammen vor Ort auch nicht ersetzen wollen, so Call-a-Midwife-Gründerin und Hebamme Sabine Kroh gegenüber „Baby und Familie“. Vielmehr gehe es um die Antworten auf allgemeinere Fragen und zusätzliche Informationen, die vielleicht beim Arztbesuch offen geblieben seien.

Gleichgeschlechtliches Paar, nicht verheiratet: Kind durch Samenspende

Eltern per Leihmutterschaft - Was heißt das für die Kindernachversicherung in der PKV?

Eine Leihmutterschaft im Ausland ist für viele homosexuelle Paare oft die einzige Möglichkeit, sich den Wunsch vom eigenen Kind zu erfüllen. Allerdings ist dabei einiges zu beachten. So besteht für das Kind zum Beispiel kein automatischer Versicherungsschutz in der PKV des nicht biologischen Elternteils.

Eine Leihmutterschaft ist in Deutschland nach dem Embryonenschutzgesetz (EschG) verboten. Strafbar machen sich jedoch nicht die „Bestelleltern“, sondern die Ärzte , die eine entsprechende Behandlung vornehmen. Der Kläger und sein gleichgeschlechtlicher Partner entschieden sich in diesem verhandelten Fall deshalb für die USA. Um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, wollten sie die Hilfe einer Leihmutter aus den USA in Anspruch nehmen.

Mit Erfolg: Nach einer Samenspende des Partners brachte die Frau ein gesundes Kind zur Welt. Doch als der Kläger den Nachwuchs in seiner PKV nachversichern wollte, stellte sich der Versicherer quer und lehnte dies ab. Mit Recht, wie der 8. Zivilsenat in Celle nun urteilte. Die Richter begründeten ihre Entscheidung vor allem damit, dass die beiden Väter zum Zeitpunkt der Geburt des Kindes weder verheiratet waren noch in einer eingetragenen Partnerschaft lebten. Was bedeutet das konkret?

Elternschaft durch Leihmutterschaft muss „auf Dauer“ angelegt sein

Das Gericht erkannte zwar an, dass bei einer privaten Krankenversicherung grundsätzlich die Möglichkeit besteht, ein neugeborenes Kind in einen bereits existierenden Vertrag eines Elternteils einzubeziehen. Dieser Vertrag muss zum Zeitpunkt der Geburt bereits seit mindestens drei Monaten besteht. „In diesem Fall greift diese Regelung aber nicht”, so Gerichtssprecher Richter Dr. Rainer Derks. Die Begründung: „Weil der Versicherungsnehmer und der genetische Vater des Neugeborenen zum Zeitpunkt der Geburt weder verheiratet noch verpartnert gewesen waren.“

Was heißt das nun für gleichgeschlechtliche Paare in ähnlicher Situation?

Derks: „Sie sollten darauf achten, dass ihre Elternschaft auf Dauer angelegt und rechtlich etabliert ist. Sie also verheiratet sind oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben.“
In dem Fall hätte auch der nicht biologische Vater das Kind in seine private Krankenversicherung einbeziehen können. Selbst wenn das deutsche Abstammungsrecht prinzipiell keine gleichgeschlechtliche Elternschaft kenne.

Richter: „Keine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher Paare“ (Urteil)

Die Elternschaft des gleichgeschlechtlichen Paares wurde kurz nach der Geburt durch ein amerikanisches Gericht (Superior Court of California) anerkannt. Trotzdem sah das deutsche Gericht dies als unerheblich an. Das habe, ebenso wie später die Eintragung der Elternschaft in die deutsche Geburtsurkunde des Kindes, keine Auswirkungen auf die versicherungsrechtliche Bewertung. „Hierbei handelt es sich lediglich um eine beurkundende Funktion“, so Richter Dr. Rainer Derks. „Es hat aber keine Prüfung der Dauerhaftigkeit und Stabilität der Partnerschaft stattgefunden. Genau das ist aber der entscheidende Punkt.“ Versicherungsrechtlich sei der Kläger deshalb auch kein Elternteil und könne keine Nachversicherung für das Kind seines Partners verlangen. Derks: „Mir ist es aber ganz wichtig zu betonen, dass das vorliegende Urteil keine Diskriminierung darstellt, sondern Folge der derzeitigen Gesetzeslage ist.“

Unabhängigkeit von Verbrauchsportalen

Ein neues Urteil gegen ein Vergleichsportal eröffnete die Diskussion über die Unabhängigkeit von Verbrauchsportalen.

Das Urteil richtet sich gegen ein Vergleichsportal, welches damit warb, selbst werbefrei und unabhängig zu sein aber Affiliate-Links und somit bezahlte Werbung nutzt. Nachdem Klick auf einen Link werden die Besucher zu einer anderen Webseite geleitet und das Vergleichsportal erhält dadurch eine Provision. Das neue Urteil nennt dies für Kunden „irreführend“ und somit müssen die Links als Werbung gekennzeichnet sein um nicht als Schleichwerbung zu gelten.

Warum hat KV-Fux keine Kennzeichnung der Werbung?

Die Ergebnisse des PKV Tarifvergleiches KV-Fux werden anhand der Wünsche und Bedürfnisse des Kunden sowie der Qualität der Tarife geliefert. Der neutrale PKV Rechner steht ohne finanzielles Interesse zur Verfügung. KV-Fux erhält weder für die Weiterleitung zu einem Versicherer noch für das Rating der Ergebnisse eine Provision und garantiert damit die Unabhängigkeit von Verbrauchsportalen.

Als einer der führenden Informationsdienstleister rund um den deutschen Krankenversicherungsmarkt, sammelt, analysiert und bewertet KV-Fux seit über 15 Jahren die Tarife der privaten und gesetzlichen Krankenversicherungen. Es werden Tarife der 31 führenden privaten Krankenversicherer verglichen.

Wie genau die Ergebnisse berechnet werden erfahren Sie hier

Neutralität und Unabhängigkeit beim PKV Vergleich

Zu den wichtigsten Leitlinien des 2001 gegründeten Unternehmens gehören Neutralität und Unabhängigkeit.

Um Entscheidungshilfen zu liefern informiert KV-Fux in vielen Fachartikeln zu den Themen Gesetzliche Krankenversicherung, Private Krankenversicherung, stationäre Zusatzversicherung sowie Zahnzusatzversicherung für Angestellte, Selbstständige, Beamte und deren Kinder.

Ein qualifiziertes Experten-Team analysiert und prüft 7.700 Unisex-Tarife der privaten Krankenversicherungen. Außerdem ihren Tarif- und Versicherungsbedingungen sowie rund 11.600 geschlossene Bisex-Tarife. Die Leistungsunterschiede der Tarife sind mit Sternen deutlich gekennzeichnet.

Was zeichnet KV-Fux aus?

FSME-Impfung: Übernimmt meine Krankenversicherung die Zeckenimpfung?

FSME-Impfung: Wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt

FSME-Impfung – Wann die Krankenkasse die Kosten übernimmt. Mit steigenden Temperaturen zieht es die Menschen wieder nach draußen – auch in den Wald. Und hier lauern sie: Zecken. Sie übertragen Krankheiten, wie die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die eine Impfung schützen kann. Übernimmt die Krankenkasse aber die Kosten hierfür?

Sobald es wärmer wird, werden auch die Zecken aktiv. Die kleinen Tierchen, die den Milben zugeordnet sind, werden im Vorbeigehen von Grashalmen oder ähnlichem abgestreift und krabbeln dann auf er Suche nach einer günstigen Stelle auf dem Körper herum. Mit ihrem Stich können sie Krankheiten wie Borreliose und die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Bei letzterer handelt es sich um eine Viruserkrankung, für die es bisher keine ursächliche Behandlung gibt.

Eine Impfung jedoch kann vorsorgen und das Risiko, an einer FSME zu erkranken, vermindern. Drei Impfungen, im Standardimpfschema mit einem mehrmonatigen Abstand, sind für einen vollständigen Schutz notwendig. Es gibt auch eine schnellere Version, bei der innerhalb von ein paar Wochen alle drei Impfdosen verabreicht werden. Der Impfstoff ist dabei allgemein gut verträglich. Allerdings muss man ihn regelmäßig aufgefrischen. Eine Impfung gegen die Zecke selbst gibt es entgegen der irrtümlich weit verbreiteten Annahme nicht.

FSME-Impfung in Risikogebieten empfohlen

Die Ständige Impfkommission (StiKo) empfiehlt die FSME-Impfung für all diejenigen, die in sogenannten Risikogebieten leben und arbeiten oder sich beispielsweise im Urlaub zeitweise dort aufhalten. Das gilt für Deutschland aber auch das Ausland. Dem Robert-Koch-Institut zufolge ist eine reisemedizinische Beratung daher wichtig. In Europa bestehe ein sehr unterschiedliches Infektionsrisiko mit FSME. In folgenden Ländern beziehungsweise bestimmten Regionen dort ist das Risiko demnach hoch: Finnland, Schweden, Litauen, Lettland, Estland, Dänemark, Polen, Weißrussland, Russland, Österreich, Tschechien, Slowakei, Slowenien, Norditalien, Ungarn, Rumänien (Siebenbürgen).

Übernahme im Risikogebiet:

Die Krankenkassen übernehmen die Impfkosten aller drei Impftermine für die FSME-Risikogebiete sowie die Auffrischungsimpfung nach drei bis fünf Jahren, und oft auch bei Reisen in diese Regionen.

Gegen Borreliose schützt keine FSME-Impfung

Die zweite Krankheit, die hauptsächlich durch Zecken verursacht wird, ist die Borreliose (Lyme-Krankheit). Sie tritt viel häufiger auf als die FSME und wird nicht durch Viren ausgelöst, sondern durch Bakterien. Es gibt im Gegensatz zur FSME keinen Impfschutz. Allerdings lässt sich die Borreliose mit antibiotischen Medikamenten gut behandeln. Ob geimpft oder nicht, eine Einstichstelle, so empfehlen Ärzte, sollte man vier Wochen lang beobachten. Gibt es Hautveränderungen sollte man schnellstmöglich eine Therapie beginnen. Denn je früher gegen die Borreliose vorgegangen wird, desto besser die Heilungschancen.

Tipps, um einen Zeckenstich zu vermeiden

 Im besten Fall kommt es natürlich gar nicht erst zu einem Zeckenstich. Ganz vermeiden lässt er sich leider nicht. Doch mit dem Befolgen einiger Tipps kann man das Risiko zumindest reduzieren.

  • Hohes Gras, auch auf Wiesen und am Wegesrand, sowie Unterholz im Wald sollten möglichst vermieden werden.
  • Langärmelige Kleidung und lange Hosen, eventuell sogar die Hose in die Socken stecken, sowie geschlossene Schuhe schützen ebenfalls vor den kleinen Parasiten.
  • Bei heller Kleidung sind die Krabbeltiere leichter zu erkennen. Frühzeitig bemerkt, lassen sie sich vor einem Stich noch entfernen.
  • Spezielle insektenabweisende Präparate gegen Zecken können ebenfalls schützen. Bei einer Unverträglichkeit dieser chemischen Mittel könnte beispielsweise als Alternative natives Kokosöl die Zecken vertreiben. Der hohe Anteil an Laurinsäure soll abschreckend auf die Blutsauger wirken.
  • Nach dem Aufenthalt in der Natur gilt für Kinder und Erwachsene gleichermaßen, sich immer nach Zecken absuchen.

Was tun, wenn sie doch gestochen hat?

 Ist es trotz aller Vorsicht zu einem Zeckenstich gekommen, sollte man rasch handeln. Die Zecke muss schnell entfernt werden, am besten mit den Fingern oder einem Hilfswerkzeug – hautnah, langsam und kontrolliert. Benzin, Nagellackentferner, Öl oder Alkohol sollten man auf keinen Fall einsetzen. Das Risiko, dass Krankheitserreger übertragen werden, steigt dadurch. Ist die Zecke draußen, kann man Alkohol oder eine jodhaltige Salbe zum desinfizieren verwenden.

Falls Teile der Zecke in der Haut bleiben, besteht noch nicht gleich ein Grund zur Panik. Sie werden mit der Zeit vom Körper abgestoßen. Danach gilt es, die Einstichstelle ein paar Wochen zu beobachten. Sollte eine mögliche Rötung nicht abnehmen oder sich sogar ausbreiten, ist ein Arztbesuch ratsam. Das gilt ebenfalls bei einer Schwellung der Stelle, wenn sie schmerzt und heiß wird und pocht. Auch bei auftretendem Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Sabbatical

Sabbatical: Die zeitlich begrenzte Auszeit vom Berufsleben

Im immer stressiger werdenden Alltag wünscht sich so manch einer eine kleine Auszeit, auch Sabbatical genannt. Einige belassen es nicht bei diesen Wünschen und machen konkrete Pläne. Und die Auszeit soll dann nicht kurz sein, sondern ein paar Monate oder ein ganzes Jahr dauern.

Sabbat – laut Wikipedia kommt das Wort aus dem Hebräischen und bedeutet so viel wie aufhören, etwas ruhen lassen oder beenden. Im Judentum kennzeichnet der Sabbat einen Ruhetag in der Woche. Das dazugehörige Fest beginnt am Freitagabend und endet am Samstagabend. Auch der Begriff Sabbatjahr lässt sich daher ableiten. So soll das siebte Jahr beispielsweise der Acker brach liegen und nicht bestellt werden. Denn neben der Arbeit brauchen Land und Mensch Ruhe, um sich zu regenerieren.

Ganz ähnlich funktioniert das Sabbatjahr, oder auch Sabbatical genannt. Diese berufliche Auszeit, wie sie heute bekannt ist, begann mit US-amerikanischen Professoren. Um sich ihren Forschungen widmen zu können, unterbrachen sie, meist für ein Jahr, ihre Lehrtätigkeit. Irgendwann schwappte diese Unterbrechung der Arbeitszeit auf die Wirtschaft über und kam auch in Deutschland an.

Verschiedene Motive für eine Auszeit

Die Ziele sind dabei sehr verschieden. Ob der Bau eines Hauses, eine Weiterbildung, das Erlernen oder Vertiefen eines Hobbys oder eine (längere) Reise – alles ist möglich. Im Unterschied zu den digitalen Nomaden, die für ihren Auslandsaufenthalt oft ihren Hauptwohnsitz hierzulande aufgeben, und die von unterwegs arbeiten, behält jemand im Sabbatjahr seine Adresse in Deutschland und will während seiner Auszeit nicht arbeiten. Die digitalen Nomaden dagegen gehen ihren digitalen Jobs nach, um davon ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.

Für Lehrer und Beamte sind auf Bundesländerebene einige Regelungen für dieses Sabbatical festgelegt, doch auch Arbeitnehmer in der freien Wirtschaft können mit ihrem Arbeitgeber entsprechende Vereinbarungen treffen. Das Onlineportal sabbatjahr.org hat sieben Formen des Sabbaticals zusammengetragen.

Die beiden häufigsten Varianten sind demnach das Modell des zeitlich begrenzten Lohnverzichts mit Anspar- und Freistellungsphase sowie das Teilzeit-Modell. Ersteres gilt auch für Lehrer und Beamte. Der Arbeitnehmer verzichtet für eine vorher festgelegte Zeit, von in der Regel zwischen einem und zehn Jahren, auf einen Teil seines Gehaltes. Dieses Geld wird angespart. Meist am Ende dieses Zeitraums nutzt der Arbeitnehmer dann seine Auszeit und erhält auch in dieser Zeit das reduzierte Gehalt. Anschließend kehrt er zu den ursprünglichen Bedingungen in seinen Beruf zurück.

Arbeitszeitkonto eine häufige Variante des Sabbatical

Das bereits erwähnte Teilzeit-Modell funktioniert ähnlich. Auch hier wird vorher der Zeitraum festgelegt, in dem der Arbeitnehmer dann seine Arbeitszeit auf Teilzeit reduziert. Tatsächlich arbeitet er weiterhin Vollzeit und sammelt so Stunden, die auf einem Arbeitszeitkonto gesammelt werden. Davon profitiert der Arbeitnehmer während seiner Freistellung.

Auch die noch nicht so verbreitete Möglichkeit des Fondssparmodells funktioniert mit einem Arbeitszeitkonto. Hierauf werden Überstunden, nicht beanspruchte Urlaubstage, Teile des Gehaltes, Urlaubs- und Weihnachtsgeld und eventuelle Sonderzahlungen eingezahlt. Der Arbeitgeber kann den Wert dieser Leistungen in einen Investmentfonds investieren. Von diesem Kapital lebt der Arbeitnehmer in seiner Auszeitphase.

Eher unfreiwillig für Arbeitnehmer ist das Time-out-Modell. Aufgrund einer für das Unternehmen schwierigen Phase wird der Arbeitnehmer für eine gewisse Zeit freigestellt, zu reduzierten Bezügen. Wenn es wieder besser läuft, kann der Arbeitnehmer zu den vorherigen Bedingungen ins Unternehmen zurückkehren.

Modell des vorgezogenen Ruhestands

Vor allem für ältere Arbeitnehmer interessant ist das Modell des vorgezogenen Ruhestands. Hier gibt es diverse Möglichkeiten, die meist damit enden, dass der Arbeitnehmer nach der Auszeit nicht ins Unternehmen zurückkehrt sondern in den Ruhestand geht.

Neben diesen Lösungen, in denen sich der Arbeitnehmer weiterhin auf Bezüge durch seinen Arbeitgeber verlassen kann, gibt es auch den unbezahlten Urlaub beziehungsweise auch eine Kündigung des Arbeitnehmers. Beim unbezahlten Urlaub müssen sich Unternehmen und Angestellter einigen. Wichtig ist dabei zu bedenken, dass das finanzielle Polster für das Leben während der unbezahlten Auszeit recht hoch sein muss, vor allem auch, wenn eine Reise geplant ist.

Verpflichtung beim Arbeitsnehmer:

Und im Gegensatz zu den anderen Formen des Sabbaticals, bei denen der Arbeitnehmer weiterhin Bezüge erhält, liegt beispielsweise die Verpflichtung zur Zahlung der Beiträge zur Kranken-, Pflege und Rentenversicherung beim Arbeitnehmer. Innerhalb des ersten Monats nach der Abmeldung durch den Arbeitgeber besteht die Versicherung weiter und es passiert noch nichts. Danach wird die Absicherung Sache des Arbeitnehmers.

Die beitragsfreie Familienversicherung ist in dem Fall eine Möglichkeit, wenn während des Sabbaticals kein eigenes Einkommen erzielt wird. Die freiwillige gesetzliche Krankenversicherung ist die zweite Möglichkeit für die Absicherung.

Wichtig:

Versicherungsschutz prüfen.

Kündigung des Arbeitnehmers

Kündigt der Arbeitnehmer, weil er sich mit seinem Arbeitgeber nicht über ein Sabbatical einigen konnte, droht von Seiten des Arbeitsamtes eine Sperre von bis zu drei Monaten beim Bezug des Arbeitslosengeldes. Auch hier besteht die Krankenversicherung im Rahmen der Nachversicherung im ersten Monat der Arbeitslosigkeit weiter. Ab dem zweiten Monat bis zum Ende der Sperrzeit übernimmt die Agentur für Arbeit dann die Beiträge.

Sabbatical für Schulabgänger oder Absolventen

Als letztere Variante des Sabbaticals muss dasjenige, das im Anschluss an die Schule oder das Studium genutzt wird, erwähnt werden. Natürlich können sich nicht nur Arbeitnehmer eine Auszeit nehmen, auch viele Schulabgänger oder Absolventen eines Studiums wollen in dieser Lebensphase erst noch die Welt sehen, vielleicht Fremdsprachenkenntnisse erlangen oder vertiefen und reisen deshalb ein paar Monate oder Jahre, bevor sie sich niederlassen.

Wenn ein ganzes Sabbatjahr oder auch nur ein paar Monate davon im Ausland zugebracht werden, sind spezielle Reiseversicherungen wie eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung ratsam.

Pflege-Roboter Pepper hilft bei Altenpflege

Pflege-Roboter Pepper – heute Gesellschaft leisten, morgen Haare kämmen?

Der Pflege-Roboter Pepper kann sprechen, tanzen und Witze reißen: In einer unterfränkischen Senioreneinrichtung wurde jetzt der Einsatz eines Pflege-Roboters getestet. Er soll das Pflegepersonal nicht ersetzen, sondern entlasten. Sieht so die Zukunft der Pflege aus?

Pepper, so der Name des Pflege-Roboters, ist nur knapp 1,20 m groß, fährt auf Rollen und verfügt über Sensoren am Kopf und an den Fingern. Er kann hören, sprechen und erkennt anhand der Mimik oder Gestik seines Gegenübers dessen Gefühlslage. Pepper ist nicht dafür konzipiert, Pflegearbeiten wie Waschen oder Haare kämmen zu übernehmen. Er hat vielmehr die Aufgabe eines rollenden Animateurs.

In seiner Optik bedient Pepper das Kindchenschema mit großen Augen, die zudem in verschiedenen Farben leuchten können. Er soll so positive Gefühle im Umgang mit Menschen wecken. Pepper kann auf Fragen antworten, Witze erzählen, Musik abspielen und vieles mehr. Er soll älteren Menschen Gesellschaft leisten, mit ihnen Rätsel lösen oder sie zum Beispiel zum Tanzen motivieren, wenn die menschlichen Mitarbeiter in der Pflege dafür keine Zeit haben. Seine Erfinder arbeiten daran, dass er in Altenheimen die Bewohner außerdem daran erinnern können soll, dass sie regelmäßig trinken und ihre Medikamente einnehmen. Gefördert wird das Projekt vom bayerischen Gesundheitsministerium.

Sind Pflege-Roboter  die Zukunft?

Der Pflege-Roboter ist seit 2014 auf dem Markt und wurde in Frankreich und Japan entwickelt. Auf seinen Einsatz in Deutschland vorbereitet wurde Pepper von Wissenschaftlern der Universität Siegen.
Für die private Krankenversicherung gehören Innovationen wie Pepper ins Gesundheitssystem. Darum begrüßte der kleine Roboter auch die Gäste der diesjährigen Jahrestagung des Verbands der Privaten Krankenversicherung. Nils Lahmann von der Charité Berlin sprach darüber, dass „technische Optionen“ wie Sensoren oder eben auch Pflege-Roboter künftig immer besser in der Lage sein werden, Pflege- und Behandlungsprozesse zu unterstützen. Das gelte sowohl für die Assistenz der Pflegekräfte als auch für die Wahrnehmung sozialer Funktionen gegenüber Pflegebedürftigen. Den Mehrbedarf an Pflege und damit das wachsende Finanzierungsproblem würden sie jedoch wahrscheinlich nicht kompensieren können.

83% können sich Pepper zu Hause vorstellen

Grundsätzlich stehen die Deutschen der neuen Technik aufgeschlossen gegenüber. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Bundesministeriums für Forschung und Bildung (BMBF) können sich immerhin 83 Prozent der Bundesbürger den Einsatz eines Service-Roboters zu Hause vorstellen. Drei Viertel der Befragten sind zudem überzeugt davon, dass Roboter künftig eine immer wichtigere Rolle in ihrem Alltag einnehmen werden. Und dass man daran forscht, damit uns die technischen Helfer in Haushalt, Pflege und Gesundheit unterstützen können, halten 80 Prozent für wichtig oder sehr wichtig.

Kritische Stimmen warnen allerdings auch mit Blick auf die Altenpflege vor einer permanenten Überwachung der Senioren durch Roboter. Zudem sei nicht geklärt, wie man mit Fehlern umgehen solle, die  Roboter verursachen. Denn im Gegensatz zu den bisherigen Robotern, die etwa in der Automation seit Jahrzehnten eingesetzt werden, müssen sich Pflege-Roboter permanent auf neue Menschen mit ihren komplexen Emotionen und Bedürfnissen einstellen. Ferner müsse man klären, was mit den zahlreichen Daten, die die technischen Helferlein erheben, geschehe. Damit komme dem Datenschutz eine wichtige Rolle zu.

Gesetzentwurf zur Impfpflicht

Neuer Gesetzentwurf - Impfpflicht für Masern soll kommen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen Gesetzentwurf für eine Masern-Impfpflicht für Kinder, Jugendliche und für gefährdete Berufsgruppen vorgelegt. Das Nicht-Impfen soll dann als Ordnungswidrigkeit gelten und mit einem Bußgeld geahndet werden.

Impfen oder nicht? Diese Frage stellen sich vor allem junge Eltern oft, sobald sie darüber für ihre Kinder entscheiden müssen. Eine große Verantwortung, der sich die Mamas und Papas gegenübersehen. Denn neben den vielen Vorteilen eines Impfschutzes gibt es doch auch noch immer viele Bedenken, insbesondere hinsichtlich möglicher Nebenwirkungen.

Die Entscheidung, ob man Kinder zum Beispiel künftig gegen Masern impft oder nicht, will Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) den Eltern nun mit einer Impfpflicht abnehmen. Er hat damit eine leidenschaftlich geführte Diskussion losgetreten.

Wann bestand eine Impfpflicht in Deutschland?

In Deutschland gab es bereits einmal eine Kinder-Impfpflicht – gegen Pocken. Die galt vom Ende des 19. Jahrhunderts bis Mitte des 20. Jahrhunderts. In der ehemaligen DDR wurde weiter geimpft; ab den 1970-er Jahren auch gegen Masern. Erst mit der Wiedervereinigung endete diese Pflicht.

Im nun vorliegenden Referentenentwurf zu einem „Gesetz für den Schutz vor Masern und zur Stärkung der Impfprävention“, dem sogenannten Masernschutzgesetz, heißt es zur Begründung: „Im Jahr 2018 kam es weltweit zu einer Verdoppelung der Masernfallzahlen. In Deutschland sind neben Kindern auch Jugendliche und Erwachsene von Masernerkrankungen betroffen. Dies zeigt, dass der eigentlich im Kindesalter vorzunehmende Impfschutz immer mehr vernachlässigt w.“

Warum soll die Impfpflicht (wieder) eingeführt werden?

Es geht vor allem darum, die Impfquote von derzeit 93 auf über 95 Prozent anzuheben. Denn nur so lässt sich die Ausbreitung von Masern verhindern. Noch sind die regionalen Unterschiede in punkto Impfquote aber recht hoch, so dass es immer wieder zu Ausbrüchen der Krankheit kommt. Im März 2019 hatte es beispielsweise im schleswig-holsteinischen Bad Segeberg einen Masernfall gegeben. Daraufhin wurden die rund 700 Schüler nach Hause geschickt. Nur wer den erforderlichen Impfschutz nachweisen konnte, durfte wieder zur Schule gehen. Kurz darauf gab es in einer weiteren Schule im Ort einen Masernfall. Auch dort wurde die Einrichtung geschlossen.

Laut Spahn sollen deshalb ab März 2020 Kinder, die einen Kindergarten oder eine Schule besuchen, per Impfausweis ihren Impfschutz nachweisen. War ein Kind bereits an Masern erkrankt, muss man das durch ein ärztliches Attest belegen. Auch für Einrichtungen, in denen viele Menschen zusammenkommen – zum Beispiel Krankenhäuser oder Arztpraxen – gilt die Impfpflicht für die dort Beschäftigten.

Welche Folgen hat eine Impfpflicht-Verweigerung?

Verstoß gegen die Impfpflicht:

Dann wird ein Verstoß gegen die Impfpflicht als Ordnungswidrigkeit geahndet. Impfmuffeln drohen Bußgelder bis zu 2.500 Euro. Auch ein Ausschluss des Kindes von der Schule oder der Kita wäre möglich. „Die Höhe des Bußgeldes soll sich nach der Schwere des Vergehens richten“, betont Jens Spahn.

Die Strafe hänge von der Schwere ab, so Minister Spahn. In den meisten Fällen soll ein Bußgeld nicht nötig sein, wenn man nach der ersten Aufforderung impft.

Die neuen Regelungen sollen durch eine verstärkte Aufklärung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung begleitet werden. Fünf Millionen Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung.

In vielen Ländern Europas besteht bereits eine Impfpflicht für eine oder mehrere Krankheiten. In Italien, Tschechien, Ungarn und Frankreich beispielsweise unter anderem für Masern.

Tipp: Das Robert-Koch-Institut gibt auf seiner Homepage Antworten auf die 20 häufigsten Einwände gegen das Impfen.

 

Neues Gesundheitsgesetz für schnellere Arzttermine

Gesetzlich Versicherte kommen bald schneller zum Facharzt

Das neue Gesundheitsgesetz soll die Versorgungssituation für gesetzlich Krankenversicherte verbessern. Insbesondere sollen Termine beim Facharzt künftig schneller möglich sein, aber auch das Leistungs- und Serviceangebot ganz allgemein soll sich verbessern. 

„Schneller, besser und digitaler“ – so könnte man den von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) erhofften Nutzen des neuen Gesundheitsgesetz, das Terminservice- und Versorgungsgesetzes (TSGV) zusammenfassen. Für viele Deutsche sei es ein Aufregerthema, so Spahn, dass der privat versicherte Nachbar einen Termin beim Facharzt in einer Woche bekäme. Das Kassenmitglied dagegen erst in zwei, drei oder vier Monaten. Genau dort setzt das neue Gesundheitsgesetz an, das der Bundestag am 14. März 2019 verabschiedet hat.

Dazu gehört, beispielsweise den Ausbau der Terminservicestellen mit einer bundesweit einheitlichen Notdienstnummer (116117) voranzutreiben. Inklusive die Erreichbarkeit über 24 Stunden an sieben Tagen die Woche sowie neuen digitalen Angeboten. Bis zum 1. Januar 2020 soll sich diese zentral erreichbare Stelle für ambulante Versorgung und Notfälle weiterentwickeln. Über die Plattform und auch über eine App sollen sich Patienten schnell einen Termin beim Facharzt besorgen können.

Ärzte müssen mehr Sprechstunden anbieten

Gleichzeitig erhöht sich das Mindestsprechstundenangebot der Vertragsärzte. In unterversorgten Gebieten müssen die Kassenärztlichen Vereinigungen künftig eigene Praxen eröffnen oder Versorgungsalternativen anbieten.

Niedergelassene Ärzte müssen nun mindestens 25 Stunden in der Woche Sprechstunden anbieten. Die Zeiten für Hausbesuche rechnet man darauf an. Facharztgruppen der grundversorgenden und wohnortnahen Versorgung, wie konservativ tätige Augenärzte, Frauenärzte oder Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde anbieten. Das heißt, die Patienten können ohne vorherige Terminvereinbarung vorbeikommen. Ob die Mediziner sich an diese neuen Vorgaben halten, müssen die kassenärztlichen Vereinigungen überprüfen. Die Kassenärztlichen Vereinigungen müssen außerdem im Internet über die Sprechstundenzeiten der Vertragsärzte informieren.

Mediziner erhalten mehr Geld

Die Ärzte wiederum, die mehr Patienten versorgen und ihnen schneller einen Termin besorgen oder ermöglichen, sollen dafür eine extra Vergütung erhalten. So soll ein Hausarzt , der erfolgreich einen dringenden Facharzttermin vermittelt einen Zuschlag von mindestens zehn Euro für den Fall bekommen. Aber auch Akut-Leistungen für, von der Terminservicestelle vermittelten Patienten oder für neue Patienten in der Praxis, sollen ebenso eine extra Vergütung erhalten wie die Leistungen, die man in den offenen Sprechstundenzeiten erhält.

„Für mehr Arbeit gibt es für die Ärzte auch mehr Geld, und das ist auch fair so“, meint Gesundheitsminister Spahn.

Neben einer besseren Terminvergabe ist die zweite große Säule des Gesundheitsgesetzes die bessere Versorgung – einhergehend mit einer Erweiterung des Leistungsumfangs der gesetzlichen Krankenversicherung. Kurzum: Es wird zusätzliche Angebote geben. Zum Beispiel müssen die Krankenkassen, spätestens zum Jahr 2021 die elektronische Patientenakte einzuführen. So soll jeder Versicherte, wenn er es denn möchte, seine Behandlungen auf dem Smartphone abrufen können.

Bessere Versorgung angestrebt

Des Weiteren werden die Ausschreibungen für Hilfsmittel abgeschafft. So soll sichergestellt werden, dass es bei der Versorgung mit Gehhilfen, Rollstühlen oder ähnlichem keine Abstriche bei der Qualität gibt. Auch die Heilmittelerbringer, wie Physiotherapeuten und Ergotherapeuten, werden ab 1. Juli 2019 besser vergütet. Die Preise für ihre Leistungen werden bundesweit einheitlich auf dem höchsten Niveau angeglichen. Die Zugangsbedingungen zu diesen Therapeuten sollen gleichfalls vereinfacht werden. Mit einer sogenannten Blankoverordnung sollen die Therapeuten selbst entscheiden können, wie sie den Patienten behandeln.

Eine weitere zusätzliche Kassenleistung soll die Kryokonservierung von Ei- oder Samenzellen werden. Wenn junge Erwachsene an Krebs erkranken und ihre Fruchtbarkeit durch diese Kryokonservierung aufrechterhalten können, um später durch eine künstliche Befruchtung Eltern zu werden, übernehmen die Krankenkassen die Kosten der Aufbewahrung dieses Gewebes.

Diese und viele weitere Punkte, etwa eine neue Regelung zur Versorgung durch Hebammen oder zu Betreuungsdiensten oder auch eine Erhöhung der Festzuschüsse für Zahnersatz von 50 auf 60 Prozent der Kosten für die Regelversorgung, sind in dem neuen Gesundheitsgesetz, Terminservice- und Versorgungsgesetz geregelt. Ob damit das Ende der oft zitierten Zwei-Klassen-Medizin eingeläutet ist, sei allerdings dahingestellt. Denn ob es sich für jemanden, der die Voraussetzungen erfüllt, lohnt, privat versichert zu sein, wird sich nicht allein daran bemessen, wie schnell er einen Termin beim Facharzt erhält. Viele andere Leistungsmerkmale der unterschiedlichen Tarife in der privaten Krankenversicherung (PKV) gilt es, untereinander zu vergleichen – und natürlich auch dem Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gegenüber zu stellen, inklusive möglicher freiwilliger Sonderleistungen, wie etwa einer professionelle Zahnreinigung.

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