Steigende Versichertenzahlen bei der Zahnzusatzversicherung

Steigende Versichertenzahlen bei der Zahnzusatzversicherung

Im Jahr 2018 hatten erstmals mehr als 16 Millionen Deutsche eine private Zahnzusatzversicherung. Das gab der PKV-Verband bekannt. Damit ist die Zahl derjenigen, die privat für ihre Zähne vorsorgen, in den vergangenen zehn Jahren um etwa 37 Prozent gestiegen.

Fast jeder fünfte Deutsche verfügt mittlerweile über eine private Zahnzusatzversicherung. Im Jahr 2018 verzeichnete der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) erstmals mehr als 16 Millionen Verträge – 343.000 Policen oder 2,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Diese Zahl schließt sowohl die privaten Zahnzusatzversicherungen ein, die jeder direkt bei einem privaten Krankenversicherer abschließen kann, als auch die Versicherungen, die über Gruppentarife im Rahmen der betrieblichen Krankenversicherung genutzt werden.

Verbands-Chef fordert Steueränderung

„Der Trend zu mehr privater Vorsorge ist ungebrochen“, kommentiert Florian Reuther, Direktor des PKV-Verbands, die aktuelle Entwicklung. Allerdings würde der Verband es begrüßen, wenn es keine steuerlichen Nachteile bei der betrieblichen Krankenversicherung mehr gäbe. Denn dann könnten, so Reuther, noch mehr Deutsche ihre Zähne für den Ernstfall absichern.

Hintergrund dieser Forderung ist, dass das Bundesfinanzministerium seit 2013 einen über den Arbeitgeber gewährten Kranken- und Pflegeversicherungsschutz als Barlohn wertet. Die Folge ist, dass die Versicherungsbeiträge komplett steuerpflichtig sind.

Schutz vor hoher Zuzahlung

Dabei ergänzen die Zahntarife als beliebteste private Zusatzversicherung hierzulande die eingeschränkten Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Vor allem beim Zahnersatz müssen Kassenmitglieder oft tief in die Tasche greifen. Je nach gewähltem Produkt und in Abhängigkeit der Vorleistung der Krankenkasse erstattet der Versicherer einen vereinbarten Prozentanteil der Rechnung oder der verbleibenden Kosten.

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