Archiv für 2019

PKV Voraussetzungen 2019

Zu den häufigsten Fragen zur privaten Krankenversicherung gehört jene, wie eigentlich die Voraussetzungen zum Wechsel in die private Krankenversicherung von der gesetzlichen Krankenversicherung lauten? Die Antwort darauf erhalten Sie hier.

Angesichts der Unterschiede, die die Leistungskataloge in der privaten und der gesetzlichen Krankenversicherung aufweisen, überrascht es nicht, dass sich manch einer fragt: Wann kann ich eigentlich in die private Krankenversicherung wechseln? Was sind die Voraussetzungen zum Wechsel in die private Krankenversicherung? Um diese Fragen zu beantworten, muss zunächst die in Deutschland herrschende Krankenversicherungspflicht berücksichtigt werden.

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Lebenserhaltende Geräte – das zahlt die Krankenkasse

Alltägliche Gegenstände wie eine Brille oder ein Hörgerät zählen ebenso zu den Hilfsmitteln wie lebenserhaltende Hilfsmittel wie Geräte zur künstlichen Ernährung, zur Atemüberwachung oder für die Dialyse zu Hause. Wie der Hilfsmittelkatalog der privaten und das Hilfsmittelverzeichnis der gesetzlichen Krankenversicherung diese Fälle regeln, erfahren Sie hier.

Bis zum 31. Dezember 2018 hatte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-Spitzenverband) Zeit, sämtliche Produktgruppen aus dem Hilfsmittelverzeichnis zu prüfen und fortzuschreiben. Damit wird regelmäßig die Erstattung von Kosten für lebenserhaltende Hilfsmittel in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aktualisiert. Und es geht dabei sowohl um die Neuaufnahme von Hilfsmitteln als auch um ihre Streichung. Diesen Vorgang regelt für die gesetzliche Krankenversicherung der Absatz 9 des Paragrafen 139 „Hilfsmittelverzeichnis, Qualitätssicherung bei Hilfsmitteln“ des Fünften Sozialgesetzbuches.

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Aufnahmegarantie für Beamte in der Ausbildung

Beamte auf Widerruf können sich seit dem 1. Januar 2019 in der privaten Krankenversicherung versichern, es gilt also eine Aufnahmegarantie in die PKV für Beamte in der Ausbildung. 16 private Krankenversicherer beteiligen sich an der Öffnungsaktion für diese Zielgruppe, wie der PKV-Verband mitteilt.

Die Aufnahmegarantie in der privaten Krankenversicherung gilt seit Jahresanfang nicht mehr nur für Beamtenanfänger sondern auch für Beamte auf Widerruf. Bei 16 privaten Krankenversicherern können damit Beamte in der Ausbildung eine private Krankenversicherung abschließen, berichtet der PKV-Verband. Das bedeutet eine Erweiterung der seit über zehn Jahren geltenden Regelung für Beamte.

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Wo der Zusatzbeitrag 2019 sinkt

Der Zusatzbeitrag vieler Krankenkassen sinkt in diesem Jahr. Die Höhe der jeweiligen Zu­satz­bei­träge sehen Sie in der folgenden Übersicht.

Der Beitragssatz in der gesetzlichen Krankenversicherung beträgt derzeit 14,6 Prozent plus den jeweiligen Zusatzbeitrag, der je nach Krankenkasse variiert. Der niedrigste Zusatzbeitrag in einer bundesweit agierenden Krankenkasse liegt derzeit bei 0,39 Prozent und der höchste bei 1,5 Prozent. Allerdings sind nicht alle Krankenkassen für jeden Interessenten geöffnet. Bei manchen, vor allem vielen Betriebskrankenkassen, können nur Mitarbeiter Mitglied werden.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag 2019 ist leicht auf 0,9 Prozent gesunken. Und seit dem 1. Januar 2019 gilt in der gesetzlichen Krankenversicherung wieder die paritätische Zahlung des Zusatzbeitrages für Arbeitnehmer und Arbeitgeber – sie teilen sich also die Mehrbelastung.

Aber wie wirkt sich die Entlastung bei einem durchschnittlichen Bruttoeinkommen von 2.860 Euro im Monat (laut „Online-Portal Statista“ der Wert aller Arbeitnehmer) aus? Das folgende Rechenbeispiel schafft Klarheit:

Durchschnittlicher ZusatzbeitragNiedrigster ZusatzbeitragHöchster Zusatzbeitrag
14,6% plus 0,90% = 15,50% 14,6% plus 0,39% = 14,99% 14,6% plus 1,50% = 16,10% 
KV-Gesamtkosten: 443,30 €KV-Gesamtkosten: 428,71 €KV-Gesamtkosten: 460,46 €
Davon ½ je Arbeitnehmer und Arbeitgeber 221,65 €Davon ½ je Arbeitnehmer und Arbeitgeber 214,36 €Davon ½ je Arbeitnehmer und Arbeitgeber 230,23 €

Im günstigsten Fall kann ein Durchschnittsverdiener also mit einer Ersparnis von rund 16 Euro rechnen, wenn er von der teuersten zur günstigsten Krankenkasse wechselt. Dabei ist allerdings zu bedenken, dass der Preis nicht das alleinige Kriterium für einen Wechsel sein sollte, sondern auch die Leistungen und der Service der Anbieter miteinander verglichen werden sollten.

Wie hoch der Zusatzbeitrag bei den jeweiligen Krankenkassen zum 1. Januar 2019 ausfällt, zeigt die Tabelle:

Krankenkassen Zusatzbeitrag 2019

KrankenkassennameZusatzbeitrag
actimonda BKK1,00%
AOK – Die Gesundheitskasse für Niedersachsen0,80%
AOK – Die Gesundheitskasse in Hessen0,90%
AOK Baden-Württemberg0,90%
AOK Bayern – Die Gesundheitskasse1,10%
AOK Bremen / Bremerhaven0,70%
AOK Nordost – Die Gesundheitskasse0,90%
AOK NordWest – Die Gesundheitskasse0,90%
AOK PLUS – Die Gesundheitskasse für Sachsen und Thüringen0,60%
AOK Rheinland/Hamburg – Die Gesundheitskasse1,10%
AOK Rheinland-Pfalz/Saarland-Die Gesundheitskasse0,90%
AOK Sachsen-Anhalt – Die Gesundheitskasse0,30%
atlas BKK ahlmann1,20%
Audi BKK0,70%
BAHN-BKK1,20%
BARMER1,10%
Bertelsmann BKK1,10%
Betriebskrankenkasse Mobil Oil1,10%
Betriebskrankenkasse PricewaterhouseCoopers0,98%
BIG direkt gesund1,00%
BKK Aesculap1,00%
BKK Akzo Nobel Bayern0,50%
BKK B. Braun Melsungen AG1,30%
BKK BPW Bergische Achsen KG1,10%
BKK Deutsche Bank AG1,10%
BKK Diakonie1,10%
BKK EUREGIO0,35%
BKK EVM0,90%
BKK EWE0,90%
BKK exklusiv0,99%
BKK Faber-Castell & Partner0,65%
BKK firmus0,44%
BKK Freudenberg0,70%
BKK Gildemeister Seidensticker1,10%
BKK GRILLO-WERKE0,70%
BKK Groz-Beckert0,90%
BKK HENSCHEL Plus1,60%
BKK Herford Minden Ravensberg1,00%
BKK Herkules1,00%
BKK KARL MAYER0,90%
BKK Linde1,10%
BKK MAHLE0,70%
BKK Melitta Plusw0,90%
BKK MTU1,30%
BKK PFAFF0,40%
BKK Pfalz1,40%
BKK ProVita1,30%
BKK Public1,10%
BKK Rieker.RICOSTA.Weisser0,70%
BKK RWE1,10%
BKK Salzgitter0,90%
BKK Scheufelen0,60%
BKK Schwarzwald-Baar-Heuberg0,70%
BKK STADT AUGSBURG1,50%
BKK Technoform1,30%
BKK Textilgruppe0,90%
BKK VDN1,30%
BKK VerbundPlus0,50%
BKK Verkehrsbau Union VBU1,30%
BKK Voralb HELLER*INDEX*LEUZ0,50%
BKK Werra-Meissner1,10%
BKK Wirtschaft & Finanzen1,39%
BKK Würth0,20%
BKK ZF & Partner1,10%
BKK_DürkoppAdler1,00%
BKK241,10%
BMW BKK0,80%
Bosch BKK0,90%
Brandenburgische BKK1,50%
Continentale1,10%
Daimler Betriebskrankenkasse0,80%
DAK-Gesundheit1,50%
Debeka BKK0,80%
DIE BERGISCHE KRANKENKASSE1,15%
Die Schwenninger Betriebskrankenkasse1,30%
energie-Betriebskrankenkasse1,10%
Ernst & Young BKK0,94%
Hanseatische Krankenkasse1,00%
Heimat Krankenkasse1,10%
hkk0,39%
IKK Brandenburg und Berlin1,30%
IKK classic1,20%
IKK gesund plus0,60%
IKK Nord1,30%
IKK Südwest1,50%
Kaufmännische Krankenkasse KK1,50%
Knappschaft1,10%
Koenig & Bauer BK1,44%
Krones BKK0,70%
Merck BKK1,40%
mhplus Betriebskrankenkasse0,98%
Novitas BKK1,34%
pronova BKK1,20%
R+V Betriebskrankenkasse0,90%
Salus BKK0,79%
SECURVITA BKK1,10%
SIEMAG BKK1,40%
Siemens-Betriebskrankenkasse (SBK)1,30%
SKD BKK0,70%
Südzucker BKK0,90%
Techniker Krankenkasse0,70%
Thüringer Betriebskrankenkasse0,90%
TUI BKK1,10%
VIACTIV Krankenkasse1,70%
Wieland BKK1,10%
WMF Betriebskrankenkasse0,90%

Alkoholkonsum und die PKV

Was hat Alkoholkonsum mit der privaten Krankenversicherung zu tun? Eine ganze Menge. Sucht- und Alkoholklauseln in den Verträgen können zu Leistungsbeschränkungen führen – und das nicht nur für Alkoholiker.

Die jüngst vom Bundesamt für Statistik vermeldeten Zahlen können zwar nicht beruhigen, sie entwickeln sich aber in die richtige Richtung: Die Zahl der 10- bis 19-Jährigen, die mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurden, sank 2017 um 2,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 21.721 Fälle. Damit setzt sich der Abwärtstrend, der 2012 begann und 2016 unterbrochen wurde, weiter fort. Diese Entwicklung ist nicht nur bei Jugendlichen, sondern auch insgesamt zu beobachten.

Alkoholkonsum ist in vielen Kulturen, auch in der deutschen, seit Jahrhunderten fest verankert. Über 90 Prozent der Deutschen nehmen gelegentlich oder regelmäßig alkoholische Getränke zu sich, so eine Auswertung der aktuellen, internationalen Studie Global Burden of Disease, einem Projekt der Weltgesundheitsorganisation. Während die einen mit Alkohol vor allem Genuss verbinden, ist er für andere ein Suchtmittel. Die Grenze zwischen übermäßigem Konsum und Abhängigkeit ist nicht immer klar zu ziehen. Auch daher variieren die Zahlen zu den Alkoholsüchtigen in Deutschland. Zwischen 1,3 und 1,9 Millionen sollen es sein, also etwa 2 Prozent der Bevölkerung.
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