Gesundheit im Homeoffice: So helfen gesetzliche und private Krankenversicherer

Gesundheit im Homeoffice: So helfen gesetzliche und private Krankenversicherer

In der Corona-Krise haben die Deutschen das Homeoffice für sich entdeckt. Laut einer Umfrage des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik (FIT) sind 90 Prozent der Befragten mit dem Arbeiten von Zuhause zufrieden. Doch es gibt auch Probleme: Im Homeoffice bewegen sich die Menschen tendenziell weniger, und auch das lange Sitzen, etwa auf nicht-ergonomischen Stühlen, belastet. Lesen Sie hier, was die Krankenkassen tun, um die Gesundheit im Homeoffice zu fördern.

Kein langer Arbeitsweg, weniger Stress, mehr Zeit für Freizeit und Familie: . Die große Mehrheit der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer genießt die neuen Freiheiten, die ihnen das Homeoffice bietet.

Doch Flexibilität und gute Work-Life-Balance haben ihren Preis:

Zu Hause fehlt es meist an ergonomischen Büromöbeln, das tägliche Arbeiten am Küchentisch oder vom Sofa aus geht im Wortsinn auf die Knochen. Es drohen schmerzhafte Verspannungen im Nacken-, Rücken- und Schulterbereich. Mittel- bis langfristig können diese Beschwerden zu ernstzunehmenden gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Haltungsschäden führen.

Wie die Krankenkassen Gesundheit Homeoffice fördern

Eine weitere negative Homeoffice-Begleiterscheinung ist Bewegungsmangel. Die kurzen Wege zwischen Bett, improvisiertem Arbeitsplatz und Sofa sowie der Wegfall des täglichen Arbeitswegs haben auf Dauer gesundheitsschädliche Folgen. Die bequeme Heimarbeit wirkt sich vor allem nachteilig auf Muskulatur, Körpergewicht sowie Herz und Kreislauf aus.

Deshalb steuern die gesetzlichen und privaten Krankenkassen mit speziellen Programmen dagegen, die den Versicherten helfen sollen, sich trotz Homeoffice fit und gesund zu halten. Das Online-Programm „Rücken aktiv im Job“ der Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) enthält beispielsweise eine Vielzahl von Video-Anleitungen. Videos für Entspannungs- und Kräftigungsübungen  und für alle, die überwiegend im Sitzen arbeiten. Es ist kostenlos und steht auch Menschen offen, die nicht bei der AOK versichert sind.

Ergänzend hilft das AOK-Programm „Laufend in Form“ beim Stressabbau und fördert eine gesunde, moderate Bewegung. Zum Paket zählen ein persönliches Coaching per E-Mail und ein individueller Trainingsplaner.

Spezielles Training für Zuhause

Ähnliche Home-Training-Angebote macht die Techniker Krankenkasse (TK) mit dem interaktiven TK-Gesundheitscoach. Das aus verschiedenen Kursen bestehende Programm soll beispielsweise dabei helfen, durch gezieltes Ausdauertraining zu Hause körperlich fitter zu werden oder Ernährung sowie Stressresistenz zu verbessern.

Die Barmer hilft Arbeitnehmern per Smartphone-App, Gesundheit im Homeoffice zu verbessern. Schwerpunkt der für Mitglieder kostenlosen App 7Mind sind Achtsamkeitsübungen, genaue Anleitungen zur progressiven Muskelentspannung sowie für kurze Meditationen in Arbeitspausen. Ziel ist es, den durch die Doppelbelastung von Haushalt und Arbeit ausgelösten Stress zu reduzieren.

Hilfe bei körperlichen und psychischen Problemen für die Gesundheit im Homeoffice

Die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung, setzt auf eine Reihe von Versorgungsprogrammen, um Versicherte im Homeoffice körperlich und psychisch gesund zu halten. Dazu zählen gezielte Workouts oder das niederschwellige Soforthilfeangebot „Novego“ bei beginnenden und leichten depressiven Verstimmungen. Es trägt der Tatsache Rechnung, dass vielen, die länger im Homeoffice arbeiten, der direkte soziale Kontakt zu Kolleginnen und Kollegen und der persönliche fachliche Austausch fehlt. Viele Beschäftigte, die länger allein von Zuhause arbeiten, empfinden dies häufig als belastend.

Eine Vielzahl weiterer gesetzlicher und privater Krankenversicherer wie DKV, Allianz, Axa oder DAK unterstützen ihre Mitglieder dabei, auch in Homeoffice-Zeiten körperlich aktiv zu bleiben und Bewegungsmangel und daraus resultierenden Beschwerden vorzubeugen. Also erkunden Sie sich bei Ihrer Krankenkasse über Gesundheit im Homeoffice.

Reader interactions

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.