Gesundheitsprüfung PKV: So machen Sie alles richtig

Gesundheitsprüfung in der PKV: So machen Sie alles richtigPrivate Krankenversicherungen (PKV) sind wirtschaftlich agierende Unternehmen. Deshalb werden bei der Berechnung des persönlichen Beitrags eines Versicherten nicht das aktuelle Einkommen, sondern das Eintrittsalter und der allgemeine Gesundheitszustand berücksichtigt.

Um sich über Letzteres zu informieren, nehmen die privaten Krankenversicherer eine Gesundheitsprüfung vor. Alles Wissenswerte rund um die Gesundheitsprüfung der PKV erfahren Sie in diesem Beitrag. Beachten Sie auch unsere Tipps!

Gesundheitsfragen PKV: Unbedingt ehrlich und lückenlos beantworten

Bevor eine private Krankenversicherung einen Versicherungsschutz zu einem ganz persönlichen Beitrag anbietet, informiert sie sich über den aktuellen Gesundheitszustand des zukünftigen Versicherten und über eventuelle frühere Erkrankungen. Die Gesundheitsfragen liegen in der Regel dem Versicherungsantrag bei.

Beantworten Sie die PKV Gesundheitsfragen immer ehrlich und verschweigen Sie nichts. Der Grund: Mit dem Abschluss einer privaten Krankenversicherung entbinden Sie in der Regel alle behandelnden Zahnärzte und Ärzte von ihrer Schweigepflicht gegenüber Ihrem privaten Krankenversicherer. Das heißt: Nach Vertragsabschluss kann Ihre PKV den Wahrheitsgehalt Ihrer Angaben jederzeit kontrollieren.

PKV Gesundheitsprüfung muss nicht direkt bei Antragstellung erfolgen

Die PKV sind nicht verpflichtet, schon bei der Antragstellung die Angaben zum Gesundheitszustand auf ihren Wahrheitsgehalt hin zu überprüfen. Auch eine ärztliche Untersuchung befreit den Antragsteller nicht von seiner Verpflichtung, alle Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß (insbesondere was die Vergangenheit angeht) zu beantworten.

Diese Folgen kann das Verschweigen von wichtigen Angaben haben

In der Regel überprüft der private Krankenversicherer die Gesundheitsangaben im Antrag erst, wenn ein auffälliger Versicherungsfall eingetreten ist. Dann aber wird die Krankengeschichte des mittlerweile Versicherten unter Umständen sehr weit zurückverfolgt. Und wenn bei der PKV Gesundheitsprüfung entdeckt wird, dass im Antragsbogen bei den Gesundheitsfragen Vorerkrankungen verschwiegen wurden, die ggf. sogar für den aktuellen Versicherungsfall relevant sind, erhält der Versicherte ausgerechnet in diesem Fall höchstwahrscheinlich keine Leistungen. Es kann unter Umständen sogar vorkommen, dass die PKV den Versicherungsschutz kündigt.

Empfehlung: Vorerst nur einen Probeantrag bei der PKV einreichen

Wer auch im Hinblick auf seine Vorerkrankungen die Beiträge zur privaten Krankenversicherung vergleichen möchte, reicht am besten vor einem echten Krankenversicherungs-Antrag einen so genannten Probeantrag bei den gewünschten PKV ein.

Das Schöne daran: Ein Probeantrag bindet Sie als Antragsteller nicht, wohl aber die PKV. Und zwar wenn diese aus dem Probeantrag ein verbindliches Angebot macht. Sie können dann frei entscheiden, ob Sie das Angebot annehmen möchten oder nicht.

So einfach stellen Sie einen Probeantrag bei einer PKV

Streichen Sie im Krankenversicherungsantrag das Wort „Antrag“, ersetzen es durch „Probeantrag“ und reichen den Probeantrag bei der PKV ein.

Im Zusammenhang mit der Prüfung eines Probeantrags muss die jeweilige PKV den Gesundheitszustand sowie besondere Gesundheitsrisiken des Antragstellers einschätzen und – falls erforderlich – entsprechende Risikozuschläge berechnen. Erst danach hat der Probe-Antragssteller die vollständige Klarheit darüber, zu welchem Beitrag ein Tarif zustande kommen kann.

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