Anwartschaftsversicherung (AWV)

Bei der Anwartschaftsversicherung (AWV) ruht der Versicherungsschutz, ohne, dass für den Versicherungsnehmer ein Leistungsanspruch besteht.

Gegen einen geringen Beitrag sichert man sich als Versicherungsnehmer aber Vertragsrechte. Das heißt, der Versicherte kehrt zu einem späteren Zeitpunkt ganz einfach zu günstigen Bedingungen in den privaten Versicherungsschutz zurück – ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeit.

Es gibt zwei Varianten der Anwartschaftsversicherung:

  1. Die kleine Anwartschaftsversicherung:
    Während der kleinen Anwartschaftsversicherung zahlt der Versicherungsnehmer keine Alterungsrückstellungen ein. Er unterbricht also den Ansparvorgang. Wie weit sich Eintrittsalter und damit die Beiträge verändern, hängt von der Dauer der kleinen Anwartschaftsversicherung ab. Der Gesundheitszustand wird „eingefroren“, das heißt, der Versicherungsnehmer wechselt später ohne erneute Gesundheitsprüfung, aber mit neuem Eintrittsalter, zurück in die private Krankenversicherung.
  2. Die große Anwartschaftsversicherung:
    Während der großen Anwartschaftsversicherung zahlen Versicherte ab 21 Jahren weiterhin Alterungsrückstellungen ein. Lebt die Anwartschaftsversicherung auf, hat der Vertrag die gleichen Konditionen wie ein ununterbrochener Vertrag. Das heißt, neben dem Gesundheitszustand wird auch das Eintrittsalter „eingefroren“. Dies wirkt sich positiv auf den bei Wiedereinstieg in die private Krankenversicherung zu zahlenden Beitrag aus.

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