Beitragsbegrenzung für Ehepartner im Standardtarif

Die Rechtsgrundlage für die Beitragsberechnung im Standardtarif ist :

§ 8a Abs. 2 AVB/ST

Der zu zahlende Beitrag ist für Einzelpersonen begrenzt auf die Höhe des Höchstbeitrages der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und für Ehegatten oder Lebenspartner insgesamt auf 150 v.H. des Höchstbeitrages der GKV, sofern das jährliche Gesamteinkommen der Ehegatten oder Lebenspartner die Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

Für den Standardtarif gilt, solange keine Zusatzversicherungen bestehen, die Deckelung auf den Höchstbeitrag der GKV (ohne den durchschnittlichen Zusatzbeitrag) in Höhe von 662,48 Euro monatlich (Stand 2019). Dies betrifft auch einen möglichen Risikozuschlag oder auch ein Krankentagegeld in Höhe des gesetzlichen Krankengeldes, wenn noch eine Berufstätigkeit ausgeübt wird.

Zusätzlich gilt für Ehepartner eine Beitragskappung auf 150% des Höchstbeitrages. Voraussetzung ist, dass das Gesamteinkommen die Jahresarbeitsentgeltgrenze (60.750,00 Euro jährlich Stand 2019) nicht überschreitet. Der Nachweis ist durch Vorlage des Einkommenssteuerbescheides zu belegen.

Die Beitragskappung durch den Versicherer wird jährlich überprüft und passt sich den variablen Sozialwerten an. Die Beitragskappung wird durch Zuschläge in der Prämienkalkulation aller Versicherten finanziert.

Faustregel: Ob der Höchstbeitrag im Standardtarif STN überhaupt greift hängt von der Höhe der aufgebauten Alterungsrückstellung des ursprünglichen Tarifes ab. Eine Faustregel besagt, dass je nach Tarif ca. 30-40% in ganz alten Verträgen sogar bis zu 50% des Beitrages der Alterungsrückstellung (AR) zugeführt wird. Je höher diese anrechenbare AR beim Wechsel in den STN vorhanden ist, je geringer fällt der zu zahlende Beitrag im STN aus. WIrd jedoch nach oben auf des Niveau der GKV gedeckelt. Wer also zu wenig Beitrag investiert – sprich vorwegespart hat – hat vorher kaum beitragsredzierende AR aufgebaut.

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