Selbstständige und Freiberufler in der GKV

Selbstständige und Freiberufler sind in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht pflichtversichert.

Sie können sich in der gesetzlichen Krankenversicherung nur als freiwilliges Mitglied weiterversichern und müssen unmittelbar vor ihrer Selbstständigkeit in der GKV versichert gewesen sein.

Seit 08.2013 führt eine Regelung im Sozialgesetzbuch V dazu, dass auch ohne Erfüllung von Vorversicherungszeiten und ohne ausdrückliche Willenserklärung eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung begründet wird. Die gesetzliche Grundlage findet sich in §188 Abs.4 SGB V: „Für Personen, deren Versicherungspflicht oder Familienversicherung endet, setzt sich die Versicherung nahtlos als freiwillige Mitgliedschaft fort.“ Hierüber muss die gesetzliche Krankenversicherung informieren. Nach dieser Information hat das Mitglied zwei Wochen Zeit, den Austritt zu erklären, zum Beispiel durch Wechsel in die private Krankenversicherung. Der Austritt wird rechtlich nur wirksam, wenn ein anderweitiger Anspruch auf Absicherung im Krankheitsfall nachgewiesen wird.

Eine Rückkehr zur GKV ist nach Aufgabe der Selbstständigkeit möglich, wenn eine versicherungspflichtige Arbeitnehmerbeschäftigung aufgenommen wird. Seit dem 01.07.2000 gilt das aber nur für unter 55-Jährige. Unabhängig vom Alter kann auch eine Familienversicherung infrage kommen.

Mehr zu den Rückkehrmöglichkeiten in die GKV lesen Sie hier.

« SelbstständigeSolidaritätsprinzip »

Die Seite wird geladen ...
nach oben