Versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote eines Krankenversicherers zeigt den Überschuss, der nach Abzug der Aufwendungen für Schaden und Kosten von den Beitragseinnahmen eines Jahres übrig ist.
Sie gehört zu den sogenannten PKV-Kennzahlen und gibt Auskunft über die Schaden-Kosten-Situation eines Krankenversicherers und ermöglicht damit eine umfassende Betrachtung hinsichtlich der Beitragskalkulation.

Die versicherungsgeschäftliche Ergebnisquote wird so ermittelt:

Versicherungsgeschäftliches Ergebnis / Verdiente Bruttobeiträge X 100

Das lässt sich daraus erkennen:

  1. Eine positive Ergebnisquote bedeutet, dass Beitragskalkulation insgesamt ausreichend war. Dennoch ist es möglich, dass einer der Faktoren, z. B. das Kosten-Ergebnis (oder das Schaden-Ergebnis) negativ ausgefallen ist.
  2. Eine negative Ergebnisquote zeigt klar, dass der kalkulierte Beitrag nicht ausgereicht war, um alle Aufwendungen aufzudecken. In diesem Fall ist die Schadensquote oder die Kostenquote ausschlaggebend.
    Ein negatives Ergebnis beeinträchtigt die Überschussverwendung anderer Überschussquellen. Überschüsse werden durch überrechnungsmäßige Zinserträge, Nettoverzinsung und Durchschnittsverzinsung der Kapitalanlagen eines Versicherers erwirtschaftet. Bei negativer Ergebnisquote werden die so erzielten Überschüsse zur Korrektur des Ergebnisses eingesetzt.

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