Die große Anwartschaftsversicherung

Die große AnwartschaftsversicherungBei der großen An­wart­schafts­ver­sicherung wird neben dem Gesundheitszustand auch das Eintrittsalter bei Wiedereintritt in die Ver­si­cherung „eingefroren“. Es werden Alte­rungs­rück­stellung gebildet, die später die Beiträge in der Vollversicherung weniger hoch ausfallen lassen. Mit einer An­wart­schafts­ver­si­che­rung sichert sich ein Berufstätiger das Recht, ent­weder wieder in eine private Kran­ken­ver­si­cherung zurückzukehren, oder überhaupt in eine einzutreten – und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Dafür stehen zwei Varianten zur Wahl: die kleine und die große Anwartschaft. Bei einem Austritt oder einer kurzen Dauer der Unterbrechung ist meist eine kleine Anwartschaft angemessener als eine große. Bei der großen Anwartschaft wird der Tarif sogar mit dem Alter des Versicherten bei seinem Austritt kalkuliert.

Für den Interessenten empfiehlt es sich, im Vorfeld genau zu vergleichen, bei welchem Anbieter er sich versichern möchte. Denn nur bei dieser Gesellschaft greifen die Vorteile einer Anwartschaftsversicherung. Auch wichtig zu bedenken ist, dass der Versicherer dem Kunden während seiner PKV-Pause weder mit der kleinen, noch mit der großen Anwartschaft medizinische Behandlungen bezahlt.

Um zu entscheiden, welche Variante besser für einen passt, kann neben der Höhe der Prämie die Dauer der Anwartschaftsversicherung ein Kriterium sein. Bei einer Unterbrechung der PKV für eine kurze Zeit oder im Falle von Jugendlichen, die sich wegen einer Berufsausbildung gesetzlich krankenversichern müssen, ist meist eine kleine Anwartschaft angemessener als eine große.

Der Vorteil der großen Anwartschaft ist, dass über die gesamte Vertragslaufzeit Alterungsrückstellungen gebildet werden. Dadurch ist der Beitrag zwar zunächst höher als bei der Kleinen, doch beim späteren Wechsel in den gewünschten Tarif ist die Prämie geringer, als sie es bei einer kleinen Anwartschaft wäre. Und sie ist deutlich geringer, als wenn gar keine Vorkehrungen für die private Absicherung getroffen worden wären.

Ist die große Anwartschaft also sinnvoll?

Auf jeden Fall für diejenigen, die planen, ihre private Krankenversicherung zu den gewohnten Konditionen wieder aufnehmen zu können. Damit sichern sie sich die gleiche Prämie wie zuvor.

Tipp:
Ganz generell sollte ein potenzieller Anwärter zwischen 20 und 25 Prozent des späteren Tarifs für seine Versicherung einplanen. Die Kosten einer großen Anwartschaft für einen rund 30-jährigen Versicherten bei der Polizei liegen beispielsweise bei etwa 50 Euro im Monat.

Insbesondere für Polizisten und anderen Beamte mit freier Heilfürsorge oder auch Soldaten (die sog. UTV – also sog. „Heilfürsorge des Bundes“ – erhalten) empfiehlt sich die große Anwartschaftsversicherung. Denn sobald sie eine Pension beziehen, endet die Übernahme der Krankheitskosten. Sie erhalten stattdessen eine Beihilfe in Höhe von 70 Prozent und sind verpflichtet, für die verbleibenden 30 Prozent eine private Krankenversicherung abzuschließen. Daher besteht der Vorteil, dass der Pensionär so eingestuft wird, als wäre er die ganze Zeit krankenversichert gewesen. Sein damaliges Alter und der Gesundheitszustand werden quasi eingefroren.

Will nun ein gesetzlich Krankenversicherter von einer kleinen in eine große Anwartschaftsversicherung wechseln, geht das üblicherweise problemlos. Da bei einer kleinen Anwartschaft bereits auf die erneute Gesundheitsprüfung verzichtet wird, handhaben das die meisten Krankenversicherer beim Wechsel in die große auch so. Allerdings lohnt es sich beim Umwandeln der kleinen in die große Anwartschaft immer, sich bei dem jeweiligen Versicherer über die Details zu informieren.

Auch bei der gesetzlichen Krankenversicherung kann eine Anwartschaftsversicherung ratsam sein. Denn wer für längere Zeit ins Ausland geht, beendet oftmals den Versicherungsschutz. Das kann bei einer Rückkehr allerdings Nachteile mit sich bringen. Zwar kann sich der Rückkehrer möglicherweise wieder gesetzlich versichern lassen, doch die Kasse kann er nicht frei wählen. Bei einer Selbstständigkeit verliert der Betroffene dann auch den Anspruch auf Krankentagegeld. Eine Anwartschaft als freiwillig gesetzlich versichertes Mitglied hilft, diese Nachteile zu vermeiden.

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