Die kleine An­wart­schafts­ver­si­cherung:
Ohne erneute Gesundheitsprüfung in die PKV

Für wen lohnt sich kleine AnwartschaftsversicherungWährend der kleinen An­wart­schafts­ver­si­che­rung unterbricht der Versicherte die An­spar­phase in der Kran­ken­ver­si­che­rung. Er zahlt so keine Alterungsrückstellungen ein. Allerdings: Bei Wiedereintritt erfolgt auch keine erneute Gesundheitsprüfung.

Die Anwartschaftsversicherung – nicht jedem, der sich neu mit dem Thema private Krankenversicherung (PKV) beschäftigt, ist dieser Begriff geläufig. Dabei geht es darum, dass sich ein privat Krankenversicherter bei einem Austritt aus seinem Tarif – etwa wegen eines Studiums oder Arbeitslosigkeit – das Recht sichert, dort wieder zu den ursprünglichen Bedingungen einzutreten.

Dabei unterscheidet man zwischen der kleinen und großen Anwartschaft. Bei der kleinen fällt für den Versicherten keine erneute Gesundheitsprüfung an, wenn er in den Tarif zurückkehrt. Bei der großen Anwartschaft rechnet der Versicherer zusätzlich mit dem ursprünglichen Eintrittsalter des Kunden. Der Kunde wird nach seiner Auszeit also so eingestuft, als hätte er die ganze Zeit weiter seinen Beitrag bezahlt.

Für beide Varianten der Anwartschaft gilt jedoch:

Leistungen für medizinische Behandlungen, also eine Kostenübernahme, gewährt der private Krankenversicherer während der Übergangsphase nicht. Diese Versicherung kann auch nur bei dem Anbieter abgeschlossen werden, bei dem der Versicherte bereits versichert war. Oder wenn sich etwa Jugendliche, die bisher über ihre Eltern in der privaten Krankenversicherung versichert waren, die Option auf eine PKV sichern wollen. Das kann der Fall sein, wenn sie beispielsweise wissen, dass sie nach einer Ausbildung, in der sie versicherungspflichtig sind, zurück in die PKV wollen. In dieser Situation lohnt sich die Anwartschaft. Die jungen Erwachsenen binden sich damit an denjenigen Versicherer, bei dem sie sich später versichern lassen wollen. Ein Vergleich der Anwartschaftsversicherung ist daher ratsam.

Kleine Anwartschaftsversicherung für Abiturienten

Abiturienten, die nach der Schule ein Studium beginnen und sich nicht familienversichern können, haben die Wahl zwischen einem Studententarif der GKV oder einer privaten Absicherung. Nehmen sie als Absolvent nach dem Studium ihren ersten Job auf und sind damit zunächst pflichtversichert, können sie sich mit der kleinen Anwartschaft ebenfalls die Option zur Rückkehr in die PKV ohne erneute Gesundheitsprüfung und Wartezeit bewahren.

Strebt ein junger Erwachsene eine Beamtenlaufbahn an, kann sich auch für ihr die kleine Anwartschaft lohnen. Denn Beamte haben einen Anspruch auf Beihilfe, also einen Zuschuss vom Staat. Somit müssen sie ihren Beitrag zur Krankenversicherung nicht komplett selbst finanzieren. Das gilt beispielsweise für eine kleine Anwartschaft für den Dienst bei der Polizei.

Krankenversicherung für SoldatenIn der Bundeswehr wird dringend zur kleinen Anwartschaftsversicherung geraten. Denn Soldaten werden zwar während ihrer Dienstzeit über die truppenärztliche Versorgung betreut. Nach Ende des Dienstes sieht das aber anders aus. Der Gesetzgeber verpflichtet den ehemaligen Soldaten zu einer eigenen Krankenversicherung. Wählt er dafür die private Krankenversicherung, gibt es 70 Prozent als Beihilfe. Beim Eintritt in die gesetzliche Krankenversicherung entfällt diese und der Ex-Soldat muss den gesamten Beitrag bei seiner Krankenkasse bezahlen.

Ein Vorteil der kleinen Anwartschaft:

Die Prämie ist relativ gering, da keine Alterungsrückstellungen gebildet werden. Damit sind die Kosten der kleinen Anwartschaft überschaubar. Zwischen 5 und 10 Prozent des eigentlichen Beitrags fallen hier meist an.

Nachteil der kleinen Anwartschaftsversicherung:

Der Beitrag des späteren PKV-Tarifs ist dann aber höher, weil hier die Alterungsrückstellungen gebildet werden müssen. Wichtig ist in dem Zusammenhang daher, sich neben der Prämie für die Anwartschaftsversicherung auch den Folgebeitrag in dem künftigen Tarif anzuschauen und mehrere Angebote zu vergleichen.

Grundsätzlich gibt es auch für die gesetzliche Krankenversicherung dieses Prinzip der Anwartschaft, beispielsweise wenn der Versicherte eine Zeitlang seinen Wohnsitz nicht in Deutschland hatte. Jedoch ist es bei der GKV weniger sinnvoll. Bei der PKV kann sich das dagegen ganz schnell in barer Münze auszahlen.

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