Die Qual der Wahl – Krankenversicherung für Selbstständige

Krankenversicherung für SelbstständigeWelche Krankenversicherung für Selbstständige ist sinnvoll? Sobald sich jemand bei seiner Krankenversicherung zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Absicherung entscheiden kann, muss einiges bedacht werden. Insbesondere die Aussicht auf vermeintlich höhere Bei­trä­ge im Alter schreckt manch einen Selbst­stän­di­gen ab, sich für die private Krankenversicherung zu entscheiden. Doch das muss nicht sein. 

Die Verpflichtung, sich in der gesetzlichen Krankenversicherung zu versichern, entfällt für die meisten Selbstständigen. Ausnahmen gibt es beispielsweise für Künstler und Publizisten. Die Unternehmer haben in dem Moment, in dem sie nicht mehr abhängig beschäftigt sind, die Wahl. Sie können freiwillig in der GKV bleiben, oder sich als Selbstständige lieber über die PKV absichern.

Freiwillig gesetzlich versichert

Vor allem für Geringverdiener, wie Existenzgründer, macht der Beitrag zur Krankenversicherung einen nicht unerheblichen Kostenblock aus. Bei der Berechnung in der gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige wurde bis zum Jahr 2018 ein fiktives Einkommen in Höhe von 2.284 Euro pro Monat herangezogen. So mussten die freiwillig Versicherten jeden Monat rund 400 Euro bezahlen. Seit dem 1. Januar 2019 gilt eine aktualisierte Beitragsbemessungsgrenze. Sie liegt monatlich bei rund 1.038 Euro. Der Beitrag reduziert sich damit auf erschwinglichere circa 160 Euro. Das ist der Mindestbetrag, den ein Selbstständiger in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen muss.

Die private Krankenversicherung für Selbstständige

Der Vorteil, als Selbstständiger zwischen privater und gesetzlicher Absicherung wählen zu können, liegt insbesondere darin, dass die privaten Angebote individueller und damit bedarfsgerechter zusammengestellt werden können. Wer eine PKV hat und selbstständig ist, bekommt oft mehr Leistungen erstattet als in der GKV. Zudem kann man über die Wahl des Tarifs die Höhe des Beitrags bestimmen. So ist eine günstige Krankenversicherung für Selbstständige möglich. Mit diesem Grundschutz werden mindestens die Leistungen geboten, die auch Versicherte erhalten, die eine gesetzlichen Krankenversicherung für Selbstständige anbietet.

In der GKV dagegen ist der Beitrag abhängig vom Einkommen. Neben dem oben erwähnten Mindestbeitrag von etwa 160 Euro kann der Höchstbetrag inklusive Pflegeversicherung auf über 700 Euro steigen. Denn die Beitragsbemessungsgrenze liegt für 2019 bei 4.537,50 Euro pro Monat. So können in diesem Jahr bis zu 662 Euro plus Zusatzbeitrag jeden Monat fällig werden. Bei einem durchschnittlichen Zusatzbeitrag von 0,9 Prozent, sind das monatlich etwa 708 Euro. Der darüber hinausgehende Verdienst fällt für die Berechnung des Versicherungsbeitrages jedoch nicht mehr ins Gewicht.

Private Krankenversicherung im Alter

Immer wieder werden die hohen Beiträge im Alter als Argument gegen eine PKV angeführt. Doch mit den Alterungsrückstellungen soll genau diesem Effekt vorgebeugt werden. So nutzt man einen Teil der Prämien in den jungen Jahren dafür, einen Puffer für das Alter aufzubauen. Aus diesem Kapital sollen die im Alter meist häufigeren und teureren Behandlungen finanziert werden. Der Versicherer legt das Risiko der Kosten auf den jeweiligen Versicherungsnehmer um und nicht auf die Gemeinschaft.

Auch in der GKV können nicht alle Krankenkassen einen günstigen Zusatzbeitrag vorweisen. Bis zu 1,6 Prozent sind hier durchaus drin. Dazu kommt, dass die Leistungen kontinuierlich zurückgehen und das Kassenmitglied immer mehr Kosten selbst übernehmen muss.

Ratgeber: Krankenversicherung für Selbstständige

1. Entscheidung treffen, ob Sie künftig freiwillig gesetzlich oder privat versichert sein wollen.
2. Demzufolge die richtige Krankenkasse oder den passenden Tarif bei einem privaten Krankenversicherer finden.
3. Bei einem geringeren Einkommen des Selbstständigen oder auch, wenn man Leistungen zu- oder abgewählt, stehen jedem Versicherungsnehmer ein Tarifwechselrecht bei seinem Versicherer zu. Die Alterungsrückstellungen muss man dabei anrechnen.
4. Auch im Alter kann ein Rentner von diesem Wechselrecht Gebrauch machen.
5. Vergleich von privaten Krankenversicherungen für Selbstständige hinsichtlich Leistungen und Prämie.
6. Bei der Entscheidung zum Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung lohnt sich außerdem ein Vergleich. Zum einen mit Blick auf die Zusatzbeiträge der Krankenkassen und zum anderen ein Vergleich der unterschiedlichen Zusatzleistungen, wie die Bonusprogramme oder die Übernahme von Gesundheitskursen oder ähnlichem.

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