Checkliste für Gesundheitsfragen bei der PKV

Checkliste für Gesundheitsfragen bei der PKVDer Tarifbeitrag einer privaten Krankenversicherung (PKV) für Angestellte, Selbständige, Beamte und deren Kinder ist abhängig vom Eintrittsalter (EA) und dem aktuellen Gesundheitszustand bei Antragstellung. Tarife werden so kalkuliert, als ob kerngesunde Menschen einen Antrag stellen. Gesundheitliche Abweichungen vom „kalkulierten Normzustand“ werden daher logischerweise gesondert eingepreist.

Doch keine Angst, ein möglicher gesundheitsbedingter Risikozuschlag (RZ) ist bei Angestellten bis zu 50% Arbeitgeberzuschussfähig (AGA) und wird zusätzlich durch das Bürgerentlastungsgesetz (BEG) deutlich steuerreduziert.

Beispiel:
Aus einem angenommenen RZ von 100 Euro werden somit am Ende tatsächlich nur ca. 25 bis 30 Euro.

Ein möglicher Risikozuschlag ist am Ende für alle von Vorteil und wirkt im gesamten Kollektiv (alle im Tarif versicherten Menschen) beitragsstabilisierend. Eine Überprüfung zur Senkung eines möglichen Risikozuschlages nach unten ist i.d.R. ca. alle zwei Jahre möglich.

Als künftiger Kunde einer PKV ist es sehr wichtig den Gesundheitszustand – so wie im jeweiligen Antrag gefragt – sauber zu beschreiben und bei den Gesundheitsfragen der PKV nichts zu verschweigen. Es kann sinnvoll sein, vor der Antragstellung und zur Unterstützung der Tarif- und Gesellschaftsauswahl die eigene Gesundheitsakte vom Hausarzt, Zahnarzt oder Krankenhaus einzusehen, um zu sehen, wie der eigene Gesundheitszustand von der Ärzteschaft beschrieben wird. Im Antrag nicht korrekt gemachte Angaben können im schlimmsten Fall zum Verlust des gewünschten individuellen PKV-Schutzes führen und Sie können dadurch am Ende ungewollt in den Basistarif rutschen.

 Gesundheitsfragen bei der PKV

PKV Gesundheitsfragen

Gesundheitsfragen der Versicherer können manche oder alle der nachfolgenden Teilbereiche betreffen.

Ambulante Heilbehandlung

Der Abfragezeitraum im ambulanten Bereich bezieht sich normalerweise auf drei, maximal fünf Jahre. Er betrifft Behandlungen und Untersuchungen bei niedergelassenen Ärzten oder anderen Behandlern. Manchmal wird auch nach regelmäßiger Einnahme von Medikamenten gefragt.

Solche Fragen werden gestellt:

  • Haben Behandlungen oder Untersuchungen bei Ärzten und anderen Heilbehandlern stattgefunden?
    Dazu zählen nicht nur Allgemeinmediziner, sondern auch Fachärzte und Heilpraktiker. In manchen Fällen wird sogar hier nach dem Zahnarzt gefragt.
  • Bestehen oder bestanden Krankheiten, Beschwerden Unfallfolgen in folgenden Bereichen?
    Hier wird gezielt nach Organen (z. B. Atmungsorgane, etc.) oder Systemen (z. B. Herz- Kreislaufsystem, etc.) gefragt.

Stationäre Heilbehandlung

Der stationäre Bereich bezieht sich in der Regel auf die letzten fünf bis maximal zehn Jahre und betrifft Operationen und Krankenhausaufenthalte.

Solche Fragen werden gestellt:
Haben in den letzten 5 Jahren Krankenhausaufenthalte oder Operationen stattgefunden?
Das betrifft auch ambulante Operationen, oder Reha-Maßnahmen.

Zahnärztliche Heilbehandlung

Hier wird nach dem Gebisszustand, nach fehlenden oder ersetzten Zähnen gefragt. Zusätzlich können Fragen nach kieferorthopädischen Maßnahmen gestellt sein und nach Erkrankungen des Zahnfleisches gefragt werden.

Psychotherapie

Hier geht es in der Regel ebenfalls um einen Zeitraum von fünf oder zehn Jahren.

Weitere Fragen

Dann gibt es noch Fragen, die den Zeitraum sehr viel weiter fassen. Hier wird oft nach „jemals“ gefragt. Das betrifft Angaben zu HIV-Infektion, oder auch Kinderwunschbehandlung, bzw. Suchterkrankung.

Wichtig:
Die schriftlich gestellten Fragen sind immer wahrheitsgemäß und vollständig zu beantworten. Reicht der Platz nicht aus, dann kann ein Beiblatt verwendet werden.

Anhand der Fragen schätzt der Krankenversicherer das Risiko ein. Vorerkrankungen können zu einem PKV-Risikozuschlag führen. Nicht jeder Krankenversicherer schätzt ein Risiko gleich ein und daher gibt es Unterschiede in der Höhe des PKV-Risikozuschlags.

Tipp:
Wer einen Risikozuschlag aufgrund einer Vorerkrankung vereinbart hat, hat Anspruch auf Überprüfung des Risikozuschlages, sofern sich das Bild der Vorerkrankung verändert hat.

Rechtsgrundlage: Herabsetzung der Prämie nach § 41 VVG
Gültigkeit: seit dem 1.1.2008 in einer neuen Fassung

 

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