Private Krankenversicherung für Lehrer: Vorteile der PKV auch ohne Beamtenstatus

Private Krankenversicherung für Lehrer

Wer als Lehrer verbeamtet wird, ist in der Regel privat krankenversichert. Doch nicht alle Lehrer genießen heutzutage die Vorzüge eines Staatsdieners. Auch im Angestelltenverhältnis oder als Freiberufler sind viele Pädagogen tätig. Wer sich wie am besten absichert, lesen Sie hier.

Sobald ein Lehrer in den Beamtenstatus wechselt, verliert er den Anspruch auf die Zahlung des halben Krankenkassenbeitrages durch den Arbeitgeber, wie es bei anderen Arbeitnehmern üblich ist. Damit müsste er, will er in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) bleiben, für den gesamten Beitrag allein aufkommen. Dabei berechnet sich die Höhe des Beitrags anhand des Einkommens. Der Beitragssatz beträgt derzeit 14,6 Prozent plus Zusatzbeitrag, den jede Krankenkasse frei wählen kann. Dieser liegt aktuell zwischen 0,6 und 1,7 Prozent. Ist das Einkommen höher als 53.100,00 Euro jährlich (Beitragsbemessungsgrenze), kann sich der Monatsbeitrag nicht mehr erhöhen.

Ein Beispiel:
Ein lediger, kinderloser verbeamteter Lehrer für die Grundschule in Hamburg bekommt in der Besoldungsstufe A12 ein monatliches Brutto-Einstiegsgehalt von etwa 3.617 Euro (Stand Mai 2018). Davon müsste er 14,6 Prozent plus den Zusatzbeitrag, angenommen ein Prozent, an eine Krankenkasse abführen. Das sind rund 564 Euro. Dazu kommen 2,8 Prozent (für kinderlose Mitglieder) für die Pflegeversicherung und damit weitere 101 Euro. Zusammen errechnet sich daraus ein monatlicher Beitrag von etwa 666 Euro.

Ein Vorteil der GKV für Lehrer ist, dass der Versicherte seine Familienangehörigen kostenfrei mitversichern kann. In der PKV für Lehrer ist es demgegenüber ein Nachteil, dass für jedes Familienmitglied ein eigener Vertrag abgeschlossen werden müsste. Zwar gewährt der Dienstherr beispielsweise für Kinder eine Beihilfe, dennoch kann die GKV die bessere Lösung sein.

Lehrer gewinnen mit der Verbeamtung das Recht, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Sie kommen damit in den Genuss der individuell abgestimmten Leistungen wie wie Ein-oder Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung oder bessere Leistungen beim Zahnersatz.

Zudem profitieren sie sogar von der Unterstützung durch den Staat. Denn sie erhalten die sogenannte Beihilfe – eine Leistung ihres jeweiligen Dienstherrn. Sie bewegt sich üblicherweise zwischen 50 und 80 Prozent. Damit haben Lehrer bei der Auswahl der Tarife der privaten Krankenversicherung (PKV) den Vorteil, dass sie sich bei den günstigeren Beihilfe-Tarifen umschauen können. Es muss nur noch ein Vertrag gefunden werden, der den Teil der Kosten trägt, den die Beihilfe nicht abdeckt. So müssen Lehrer deutlich weniger für ihre Prämie zahlen als es bei einer privaten Krankenversicherung sonst üblich wäre.

Beispiel: Die Kosten einer privaten Krankenversicherung für Lehrer liegen für einen 25- bis 30-Jährigen bei etwa 200 Euro im Monat.

Die Höhe des Beitrags richtet sich dabei, wie bei allen anderen privat Krankenversicherten auch, nach dem Alter und dem Gesundheitszustand. Ein Vergleich der privaten Krankenversicherung für Lehrer lohnt daher.

Anders als bei Angestellten, die mit ihrem Jahreseinkommen über die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) von derzeit 59.400,00 Euro im Jahr 2018 kommen müssen, um in die PKV wechseln zu können, spielt das Einkommen eines Lehrers im Beamtenstatus für die Befreiung von der Sozialversicherungspflicht keine Rolle. Diese besondere Stellung steht ausschließlich Landes- und Staatsdienern offen.

Bereits Beamte auf Widerruf und Beamte auf Probe können von der Beihilfe profitieren. Damit erhalten auch Referendare als Lehramtsanwärter den staatlichen Zuschuss. In dieser Vorbereitungszeit für Lehrer können sie sich schon einen Tarif der privaten Krankenversicherung aussuchen. Nach der Ausbildungszeit wird dann die Versicherung im Beihilfetarif weitergeführt.

Allerdings sind Lehrer heutzutage nicht mehr ausnahmslos als Beamte tätig, auch Angestelltenverhältnisse oder eine freiberufliche Tätigkeit sind möglich, und wirken sich auf die Krankenversicherung aus. Eine private Krankenversicherung für angestellte Lehrer etwa ist erst dann möglich, wenn er die JAEG erreicht, ganz so wie andere Angestellte auch.

Bei freiberuflich tätigen Pädagogen liegt ein Sonderfall vor. Sie können frei wählen, ob sie gesetzlich oder privat versichert sein wollen. Sie müssen jedoch bei einer gesetzlichen Krankenversicherung den vollen Beitragssatz zahlen, weil es keinen Arbeitgeber gibt, der die Prämie übernimmt. Dafür kann der Betrag am Jahresende steuerlich geltend gemacht werden.

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