Alterungsrückstellungen in der Krankenzusatzversicherung: Vor- und Nachteile

Alterungsrückstellungen in der Krankenzusatzversicherung: Vor- und Nachteile
Alterungsrückstellungen sind vor allem aus der privaten Krankenvollversicherung bekannt. Doch auch in der Krankenzusatzversicherung, etwa bei der Zahn- und der Kranken­haus­zu­satz­ver­si­che­rung, sind die meisten Tarife mit den Rückstellungen kalkuliert.

Die Anbieter von Krankenhaus- und Zahn­zu­satz­ver­si­che­rung­en gehen in der Kalkulation ihrer Tarife ganz unterschiedlich vor. Den Alterungsrückstellungen kommt dabei eine Schlüsselposition zu. Manche Versicherer berücksichtigen die steigenden Ausgaben im Alter bereits von Anfang an. Das sind die Tarife mit Rückstellung. Andere wiederum wollen die Prämien zunächst so schmal wie möglich halten und planen erst später Beitragssteigerungen ein.

Vor- und Nachteile einer Krankenzusatzversicherung mit Alterungsrückstellungen

Ein Vorteil der Tarife mit Alterungsrückstellungen ist sicher, dass die monatlich zu leistenden Versicherungsbeiträge auch im Alter weitgehend stabil bleiben.

Der Nachteil: Die Beiträge sind auch anfangs höher, da sie diese Sicherheit bereits einkalkuliert haben. So sammeln die Versicherten über die Jahre Kapital an, das im Alter für die höheren Ausgaben genutzt wird. Für ältere Interessenten einer privaten Krankenzusatzversicherung bedeutet das meist hohe Beiträge von Beginn an. Außerdem ist ein Teil dieses Geldes im Fall eines Wechsels des Krankenversicherers weg. Für Kunden, die eine einmal festgelegte Prämie über die gesamte Laufzeit des Vertrages hinweg zahlen wollen und relativ sicher sind, den Vertrag nicht vorzeitig zu kündigen, lohnen sich diese Angebote mit der integrierten Rücklage für das Alter.

Vor- und Nachteile einer Krankenzusatzversicherung ohne Alterungsrückstellungen

Der Vorteil der Versicherungstarife ohne Alterungsrückstellungen liegt in den günstigeren Prämien. Vor allem für jüngere Menschen könne oft viel Geld sparen. Kündigt der Versicherte den Vertrag geht ihm das Geld, das in die Alterungsrückstellungen geflossen ist, nicht verloren.

Der Nachteil sind deutlich stärker steigende Beiträge im Alter. Allerdings sind diese Erhöhungen üblicherweise bereits im Vertrag festgehalten und erfolgen nach bestimmten Zeitintervallen wie fünf oder zehn Jahren. So kann sich der Versicherungsnehmer darauf einstellen. Wer also einen eher niedrigen Anfangsbeitrag nutzen möchte und sich mit später deutlich ansteigenden Beiträgen anfreunden kann, der ist bei den Tarifen ohne Rückstellung gut beraten.


Immer mehr Versicherungsunternehmen bieten neben Krankenzusatzversicherungen mit Altersrückstellungen auch die Variante ohne an. Dazu gehören etwa Inter, Deutsche Familienversicherung, Axa, die Bayerische und Janitos. Advigon, ein Unternehmen der Hanse-Merkur, verzichtet komplett auf Alterungsrückstellungen.

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