Auf dem Weg zur Strandfigur - Darum bringt eine Restriktionsdiät gar nichts

So nehmen Sie gesund ab!

Die Temperaturen steigen langsam wieder und es wird Zeit, an der Strandfigur zu arbeiten, vielleicht mit einer Diät? Das hat nicht nur einen sichtbaren Effekt, sondern trägt auch zum allgemeinen Wohlbefinden und der Gesundheit bei. Mit welchen Maßnahmen Sie dem Winter-Speck den Kampf ansagen, zeigen wir Ihnen hier.

Zum Sommer ist „Abnehmen“ bei vielen Menschen ein großer Wunsch. Gerade zu dieser Zeit sind Internet und Zeitschriften voll mit den verschiedensten Diäten. Oftmals klappt die Gewichtsreduktion zu Beginn auch recht gut, es wird sich an spezielle Ernährungspläne gehalten und die Pfunde purzeln.

Irgendwann schlagen dann aber alte Gewohnheiten und viele Versuchungen gnadenlos zu – und es kommt zum gefürchteten Jojo-Effekt. Das Gewicht steigt nicht nur wieder. Häufig ist es nach einer Diät sogar höher als davor. Doch woran liegt das? Wie gelingt es, gesund und nachhaltig abzunehmen? Gibt es überhaupt eine Diät, die wirklich erfolgsversprechend ist?

Wie kommt es zum Jojo-Effekt?

Noch heute funktioniert unser Stoffwechsel sehr ähnlich, wie bei unseren Vorfahren vor vielen Zehntausend Jahren. Die Umwelt, in der wir leben, die Art und der Umfang, wie wir uns bewegen und schließlich auch die Lebensmittel, die wir heute primär essen, unterscheiden sich aber erheblich. Während die Menschen früher zunächst einmal, meist hungrig, zum Jagen und Sammeln gehen mussten, ist für viele heute der Weg zur „Beute“ definiert durch die Strecke vom Sofa zum Kühlschrank. Das Gefühl, wirklich hungrig zu sein, kennen viele Menschen in Europa gar nicht mehr.

Anders bei unseren Vorfahren. Dort war Hunger eher der Normalzustand und das Sattsein die Ausnahme. Der menschliche Körper musste sich im Laufe der Evolution an längere Hungerphasen anpassen und hat dafür ein sehr erfolgreiches Energiesparprogramm entwickelt. Genau dieses aktiviert der Körper bei Nahrungs- beziehungsweise Kalorienmangel, auf den beispielsweise viele Restriktionsdiäten setzen.

Je länger eine solche Diät dauert, desto stärker wird der Grundumsatz – also der tägliche Kalorienverbrauch für das schlichte Überleben – reduziert. Einer der größten Energieverbraucher ist beispielsweise die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur. Deshalb frieren Menschen auch häufig leicht, wenn sie eine Diät mit Kaloriendefizit halten. Der Körper verbraucht immer weniger Energie, damit verlangsamt sich im Laufe der Diät die Gewichtsreduktion.

Viele meinen dann, noch disziplinierter sein zu müssen und nehmen noch weniger Kalorien zu sich. Für unseren Körper ist das ein Alarmzustand, den er als Gefahr zu verhungern wahrnimmt. Also werden weitere nicht akut lebensnotwendige Energieverbraucher heruntergefahren: Die mentale Leistungsfähigkeit und das Immunsystem. Viele fühlen sich deshalb schlapp, träge, müde und werden infektanfälliger. Der Gewichtsverlust stagniert wieder, da sich der Energieverbrauch des Körpers an die erneute Kalorienrestriktion angepasst hat. Viele geben die Diät nun auf und beginnen wieder, zu Essen wie vorher.

Ergebnis:

Die wieder deutlich höhere Kalorienzahl trifft nun auf den immer noch heruntergefahrenen Grundumsatz. In der Folge steigt das Gewicht. So wiegen viele Menschen kurz nach einer Diät oft mehr, als zuvor.

Die beste Diät ist keine Diät

Auch wenn die Grundlagen des menschlichen Stoffwechsels gleich sind, ist jeder Körper doch ein wenig anders. Gerade bei der Darmbesiedlung, die einen großen Anteil daran hat, welche Lebensmittel man gut verträgt und welche nicht, gibt es große Unterschiede. Auch deshalb kann es lediglich Leitplanken geben, an denen man sich orientieren kann.

Es kommt also auf eine individuelle, artgerechte Ernährung an. Restriktionsdiäten sollten dabei möglichst vermieden werden. Viel wichtiger als die reine Zahl der aufgenommen Kalorien ist dabei, aus welcher Quelle diese stammen.

Fazit: Keine Diät sondern Lebensweise ändern

Wer gesund abnehmen und sein Gewicht anschließend halten möchte, der sollte keine Illustrierten-Diät durchführen, sondern das Wort „Diät“ in der ursprünglichen altgriechischen Bedeutung „Diaita“ verstehen. Das bedeutet so viel wie Lebensweise. Bereits der berühmte Arzt der Antike, Hippokrates, setzte diesen Begriff ein.

Hippokrates:

Er schloss nicht nur Ernährung, sondern auch Arbeit, Erholung, Sport und Schlaf mit in die Betrachtung ein.

Wer möglichst wenig industriell gefertigte Produkte verzehrt und viel auf frische, regionale und saisonale Lebensmittel setzt, macht schon sehr vieles richtig.

Kommt dazu regelmäßige Bewegung, bei der man auch mal ins Schwitzen kommt und die neue Belastungsreize zur Abwechslung setzt, werden das Gewichtsmanagement und die Gesundheit durch eine Stärkung des Immunsystems zusätzlich unterstützt. Dabei muss niemand täglich Sport machen und erst recht kein Leistungssportler werden. Schon kleine Maßnahmen wie die Treppen, statt den Aufzug zu nehmen oder öfter mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren, sind ein guter Anfang.

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