Krankenhauszusatz-
Versicherung im Vergleich

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Ratgeber zum Thema stationäre Zusatzversicherung

1 Was ist eine Krankenhauszusatzversicherung?

 

Bei der Krankenhauszusatzversicherung handelt es sich um eine besondere Form der Krankenversicherung, die privatrechtlich organisiert ist. Mit der Krankenhauszusatzversicherung wird es gesetzlich Versicherten ermöglicht, Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen, wenn ein stationärer Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich ist. Zu diesen Leistungen gehören unter anderem die freie Krankenhauswahl, die Behandlung durch den Chefarzt und die Unterbringung im Einzelzimmer.

Gesetzlich Versicherte bekommen im Gegensatz zu Privatpatienten, in den meisten Fällen nur unzureichende Zuschüsse ihrer Krankenkasse. Bestimmte Zusatzleistungen müssen daher selbst gezahlt werden, wenn eine Aufenthalt im Krankenhaus erforderlich ist. Dies hat den einfachen Hintergrund, dass der Gesetzgeber in den letzten Jahren immer mehr Leistungen gestrichen hat, welche im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen aufgeführt sind.

Leistungen werden nur dann von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen, wenn diese folgende Kriterien erfüllen:

Dies hat zur Folge, dass gesetzlich Versicherte tief in die eigene Tasche greifen müssen, wenn sie im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes Versorgungen wünschen, welche als überdurchschnittlich leistungsstark eingestuft werden.

Hier erweist sich eine Krankenhauszusatzversicherung als sinnvoll, damit hohe Kosten für diese überdurchschnittlich leistungsstarken Versorgungen vermieden werden können und der Patient dennoch die Möglichkeit hat, die gewünschten Behandlungen in Anspruch zu nehmen, welche von der gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen werden.

Mit einer privaten Krankenhauszusatzversicherung werden den gesetzlich Versicherten während Aufenthalten im Krankenhaus privatärztliche Leistungen erstattet, welche sonst nur von privaten Krankenversicherungen bezahlt würden. Mit einer Krankenhauszusatzversicherung können diese Leistungen in Anspruch genommen werden, ohne dass ein hoher Eigenanteil fällig ist. Der Leistungsumfang richtet sich dabei nach dem Tarif, welcher für die Krankenhauszusatzversicherung gewählt wurde.

 

2 Was leistet die gesetzliche Krankenkasse beim Krankenhausbesuch?

 

Gesetzlich Versicherte werden während eines Aufenthaltes im Krankenhaus regulär in einem Mehrbettzimmer untergebracht. Eine Krankenhauszusatzversicherung räumt jedoch mehr Privatsphäre ein, da der Anspruch auf Unterbringung in einem Doppel- oder sogar einem Einzelzimmer inkludiert ist. Zu den standardisierten Leistungen einer Krankenhauszusatzversicherung gehört auch der Anspruch auf die Chefarztbehandlung. Versicherungsnehmer können sich im Krankenhaus aussuchen, von wem sie behandelt werden wollen. Die Betreuung ausgewählter Spezialisten ist mit der Krankenhauszusatzversicherung ohne zusätzliche Kosten möglich.

 

Die Krankenhauszusatzversicherung beinhaltet folgende Basisleistungen:

3 Lohnt sich eine Krankenhauszusatzversicherung?

 

Vorteile

 

Die Antwort auf die Frage, für wen sich eine Krankenhauszusatzversicherung lohnt, ist schnell beantwortet: Jeder Patient, der im Krankenhaus wie ein Privatpatient behandelt werden möchte und Wert auf bestimmte Leistungen legt, ist mit einer Krankenhauszusatzversicherung gut beraten. Wer beispielsweise im Einzelzimmer untergebracht werden möchte, um damit Ruhe und Privatsphäre zu haben, braucht eine Zusatzversicherung für den Aufenthalt im Krankenhaus, um von diesen und weiteren Leistungen zu profitieren. Insbesondere nach einer schweren Operation kann es sehr anstrengend sein, wenn andere Patienten im gleichen Zimmer untergebracht sind und Besucher empfangen. Auch schnarchende Leidensgenossen können im Mehrbett-Zimmer dafür sorgen, dass der eigene Genesungsprozess gestört wird.

Wer sich mit dem Thema Krankenhauszusatzversicherung befasst, erkennt sehr schnell die Vorteile, welche mit dem erweiterten Leistungsportfolio einhergehen. Mit dem richtigen Tarif für die Krankenhauszusatzversicherung lässt sich vergleichsweise einfach und günstig für mehr Behandlungskomfort sorgen. Neben der freien Arzt- und Krankenhauswahl sowie der Unterbringung im Einzelzimmer, resultieren auch Vorteile für Eltern aus diesem Versicherungsschutz. Sollte das Kind stationär aufgenommen werden müssen, ist der sogenannte Rooming-In-Service eine willkommene Leistung, welche Eltern gern in Anspruch nehmen, um dem Nachwuchs auch in der Klinik Gesellschaft zu leisten. Mit diesem Service werden Eltern im selben Zimmer wie das Kind oder zumindest in der Nähe des Kindes untergebracht.

 

Nachteile

 

Wo es Vorteile gibt, muss sich auch den potentiellen Nachteilen bewusst sein. Und diese wollen vor dem Abschluss einer Krankenhauszusatzversicherung bedacht werden. Die Leistungen der Police können je nach Tarif kostspielig sein.

Wer auf die Behandlung von Spezialisten Wert legt, sollte vor Abschluss der Police darauf achten, dass privatärztliche Behandlungen nicht mit einer Höchstsatzbegrenzung einhergehen und vollständig erstattet werden. Ärzte berechnen ihre erbrachten Leistungen nach der GOÄ, also der Gebührenordnung für Ärzte ab. In dieser Verordnung wird festgelegt, wie viel ein Arzt für seine Behandlungen berechnen darf.

Handelt es sich um einen Versicherungstarif mit Höchstsatzbegrenzung, werden die Kosten für Behandlungen nur bis zu diesem festgelegten Höchstsatz übernommen. Dabei handelt es sich um das 3,5-fache des einfachen Gebührensatzes. Dies muss aber nicht zwangsläufig auf angesehene Spezialisten zutreffen. Diese können durchaus höhere Sätze verlangen, welche über den in der GOÄ festgelegten Satz hinausgehen.

Schon deshalb sollte ein Tarif gewählt werden, welcher keine Höchstsatzbegrenzung beinhaltet. Dies spiegelt sich jedoch in der Prämie, also dem monatlich zu zahlenden Beitrag wider. Ein gründlicher Vergleich und eine angemessene Beratung sind wichtig, um den passenden Tarif auszuwählen.

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4 Leistungen der Krankenhauszusatz

 

Die gesetzliche Krankenversicherung (GKV) bietet an und für sich einen soliden Leistungsstandard, sodass niemand befürchten muss, in der Klinik nicht angemessen behandelt zu werden oder nicht die Leistungen zu bekommen, welche für die Genesung erforderlich sind.

Die stationäre Zusatzversicherung bietet gesetzlich Versicherten Patienten den Zugang zu erweiterten Behandlungen, welche als Wahlleistungen bezeichnet werden. Patienten können wählen, ob sie im Einzel- oder Mehrbettzimmer untergebracht werden wollen. Auch hier empfiehlt sich ein gründlicher Blick ins Kleingedruckte, denn nicht jeder Tarif inkludiert den Anspruch auf ein Einzelzimmer. In einigen Policen ist festgelegt, dass der Anspruch auf ein Doppelzimmer besteht.

Zu den weiteren Grundleistungen gehört die Wahlarztbehandlung. Wahlärzte haben besondere Spezialisierungen und Qualifikationen vorzuweisen.

Auch medizinische Wahlleistungen gehören zum Leistungsportfolio der Zusatzversicherung. Diese gehen teilweise über medizinisch notwendige Maßnahmen hinaus. Zum Beispiel in Form von Schönheitsoperationen. Das bedeutet jedoch nicht, dass diese Wahlleistungen ausschließlich Patienten mit einer Zusatzversicherung vorbehalten sind. Auch gesetzlich Versicherte haben die Möglichkeit, solche Behandlungen in Anspruch zu nehmen. Allerdings müssen diese dann aus eigener Tasche finanziert werden, da sie im Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenkassen nicht hinterlegt sind.

 

5 Wie teuer ist eine Krankenhauszusatz?

 

Die Kosten der Tarife fallen sehr unterschiedlich aus. Die Prämien richten sich nach mehreren Faktoren und bewegen sich in einem Rahmen von rund 20 EUR bis 80 EUR pro Monat. Die Preisspanne ergibt sich primär aus dem Leistungsumfang. Je umfangreicher das Leistungspaket, desto höher fällt die Prämie aus. Es ist deshalb wichtig, Leistung und Preis miteinander zu vergleichen. Es wäre fatal lediglich die Preise miteinander zu vergleichen, ohne dem Leistungsspektrum Beachtung zu schenken.

Viele Versicherungsanstalten versuchen es ihren Kunden so einfach wie möglich zu machen und agieren nach dem Baukasten-Prinzip. Interessenten wählen ganz einfach die Bausteine aus, welche sie für wichtig erachten und setzen diese zusammen. Daraus resultiert dann das persönliche Leistungspaket, welches genau die Leistungen beinhaltet, die der Kunde wünscht.

 

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6 Krankenhauszusatz-Vergleich: Worauf achten?

 

Einstiegsalter

 

Wer die einzelnen Versicherungen miteinander vergleicht, sollte auf bestimmte Kriterien achten, um die richtige Police und den passenden Tarif auszuwählen. Eines dieser Kriterien ist das Einstiegsalter. Wer in jungen Jahren eine Krankenhauszusatz abschließt, profitiert von einer günstigen Prämie. Je älter der Interessent ist, desto höher fällt der Beitrag aus. Gesundheitliche Risiken und Vorerkrankungen können ebenfalls dazu führen, dass sich die Beiträge erhöhen.

 

Altersrückstellungen

 

Beim Vergleich der Angebote sollte darauf geachtet werden, dass es Tarife mit und ohne Altersrückstellungen gibt. Handelt es sich um einen Tarif ohne Altersrückstellungen, ist dieser zunächst günstiger. Auch der Wechsel zum neuen Versicherer wird dadurch erleichtert. Allerdings sollte man den Blick in die Zukunft schweifen lassen, da altersbedingte Prämienerhöhungen sehr wahrscheinlich sind. Wer sich für einen Tarif mit Altersrückstellungen entscheidet, zahlt gleich zu Beginn mehr, kann sich aber auf stabilere Prämien im Alter verlassen.

 

Höchstsätze GOÄ

 

Privatärztliche Leistungen welche im Krankenhaus erfolgen, werden nach der Gebührenordnung für Ärzte abgerechnet und definieren in der Regel einen 2,3-fachen Satz. Handelt es sich um komplizierte Behandlungen, ist häufig ein 3,5-facher Satz fällig. Es gibt jedoch auch Fälle, in denen mehr berechnet wird. Wichtig ist bei der Auswahl, dass der favorisierte Tarif dies abdeckt, wenn es doch mal zu einem „schwierigen Fall“ kommt.

 

Privatklinik

 

Die Behandlung in einer Privatklinik ist nicht zwangsläufig ein Bestandteil des ausgewählten Tarifs. Es handelt sich dabei nicht um eine standardisierte Leistung, sondern um einen Zusatztarif, welcher mit einem entsprechend höheren Beitrag einhergeht.

 

Ein- oder Zweibettzimmer

 

Der Anspruch auf ein Einzelzimmer kostet in der Regel 5 bis 20 EUR mehr als die Unterbringung im Zweibett-Zimmer. Das „Alleinsein“ ist damit ein regelrechter Luxus, welchen man sich erst einmal leisten können muss. Wer ausschließlich darauf Wert legt, sollte bei der Tarifauswahl überlegen, ob es nicht wirtschaftlicher wäre, auf die Zusatzversicherung zu verzichten und die zusätzlichen Kosten während eines Krankenhausaufenthaltes aus eigener Tasche zu bezahlen.

 

Medizinische Notwendigkeit

 

Die meisten Tarife beinhalten ausschließlich medizinisch notwendige Eingriffe. Wer sich die Möglichkeit kosmetischer Behandlungen offen halten möchte, sollte bei der Tarifauswahl darauf achten, dass diese Leistung inkludiert ist. Es gibt nur wenige Tarife, die darauf abzielen.

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7 FAQ

 

Wie funktioniert eine Krankenhauszusatzversicherung?

 

Die Krankenhauszusatz greift immer dann, wenn der Versicherte im Krankenhaus liegt und dort Leistungen wünscht, welche über das Leistungsportfolio der gesetzlichen Krankenversicherung hinausgeht. Zum Beispiel, wenn der Patient in einem Einbett-Zimmer untergebracht oder seinen behandelnden Arzt selbst wählen möchte. Die Kosten dafür würden von der GKV nicht übernommen werden, weshalb die Krankenhauszusatz einspringt, um die diese Kosten zu zahlen.

 

Was ist wichtig bei einer Krankenhauszusatz?

 

Wichtig ist zunächst ein gründlicher Vergleich, um den passenden Tarif zu finden und nur die Leistungen auszuwählen, welche einem persönlich am wichtigsten sind und auf die man im Zuge eines Krankenhausaufenthaltes nicht verzichten möchte. Welche das sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Während Eltern in der Regel großen Wert auf den Rooming-In-Service legen, um auch nachts bei ihrem Kind sein zu können, erachten zum Beispiel Menschen mit Schlafschwierigkeiten ein Einzelzimmer als Krankenhausluxus, um sich nicht von dem Geschnarche der Zimmergenossen stören zu lassen.

 

Wie sinnvoll ist eine Zusatzversicherung für das Krankenhaus?

 

Diese Fgrage lässt sich nicht pauschal beantworten, da es immer auf den Tarif und das Leistungsspektrum ankommt. Häufig kann es auch günstiger sein, wenn die Extrakosten für Zusatzleistungen während eines Krankenhausaufenthaltes aus eigener Tasche gezahlt werden, anstatt jahrelang die teils hohen Prämien für eine Versicherung zu zahlen.

 

Welche Kosten werden durch die Krankenhauspolice übernommen?

 

Welche Kosten übernommen werden, ist der Police zu entnehmen. Die einzelnen Bausteine werden im Vorfeld ausgewählt und zu einem Leistungspaket zusammengefügt. Der sich daraus ergebende Preis wird in der Police festgelegt. Je nachdem, welche Leistungen vom Kunden gewünscht sind, werden diese festgeltg und im Falle eines Falles vom Versicherer übernommen.

 

Woran erkennt man eine gute Krankenhauszusatzversicherung?

 

Eine gute Krankenhauszusatzversicherung lässt sich nicht anhand ihrer Werbung oder ihrem Preis erkennen. Ein wichtiges Kriterium ist hier die Transparenz. Eine gute Versicherung verzichtet auf versteckte Kostenfallen und Kleingedrucktes. Ein guter Versicherer klärt seine Kunden auf und berät diese ausführlich, um gemeinsam den passenden Tarif zu finden.

 

Wie lange muss eine Klinikzusatzversicherung bestehen bevor sie greift?

 

Auch hier kommt es auf die Konditionen der einzelnen Versicherungsanstalten an. Vorerkrankungen und gesundheitliche Risiken sowie das Alter des Patienten, können eine Rolle spielen. Hier agiert jeder Versicherer in eigenem Ermessen, weshalb immer ein Blick ins Kleingedruckte wichtig ist.

 

Hat man in der Schwangerschaft Vorteile mit einer Krankenhauszusatzversicherung?

 

Sofern der behandelnde Gynäkologe im Vorfeld auf Komplikationen in der Schwangerschaft hingewiesen hat, kann es erforderlich sein, bei der Geburt einen Spezialisten dabei zu haben. Hier kommt die freie Arztwahl im Krankenhaus ins Spiel. Dabei handelt es sich jedoch um einen eher unwahrscheinlichen Fall, weshalb auch hier wieder gegengerechnet werden sollte, ob die monatlichen Versicherungsbeiträge in Relation mit den Zusatzkosten im Falle eines Falles stehen.

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Hinweis zur Gender-Formulierung: Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die gleichzeitige Verwendung geschlechtsspezifischer Formulierung verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen gelten für alle Geschlechter.