Heilpraktiker

Heilpraktiker sind Personen, die Heilkunde ausüben, ohne über eine ärztliche Approbation zu verfügen. Die Tätigkeit beruht auf dem Heilpraktikergesetz und dessen Durchführungsverordnung.

Heilpraktiker ist kein Ausbildungsberuf, es gibt keine gesetzlich geregelte Ausbildung und keine einheitliche Prüfungsordnung. Neben Formalien (Mindestalter 25, mindestens Hauptschulabschluss) ist die einzige Voraussetzung, um als Heilpraktiker tätig zu sein, das Bestehen einer Überprüfung durch das Gesundheitsamt. Hierbei muss der Betreffende Kenntnisse und Fähigkeiten nachweisen, die erkennen lassen, dass keine „Gefahr für die Volksgesundheit“ besteht.

Bestimmte Behandlungen dürfen Heilpraktiker nicht durchführen:

  • Behandlung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten,
  • Behandlung meldepflichtiger Infektionskrankheiten (z.B. Masern),
  • Geburtshilfe,
  • Verordnung verschreibungspflichtiger Medikamente oder von Betäubungsmitteln,
  • Leichenschau; Ausstellung eines Totenscheins,
  • Organentnahme,
  • Strahlentherapie.

Die Abrechnung von Leistungen der Heilpraktiker erfolgt über das Gebührenverzeichnis für Heilpraktiker (GebüH).

Ob und in welchem Umfang Heilpraktikerleistungen durch die private Krankenversicherung bezahlt werden, ist in den Versicherungsbedingungen des jeweiligen Tarifs geregelt.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) sind diese Leistungen nicht enthalten, sondern müssen vom Versicherten selbst bezahlt werden (ausgenommen wenige Spezialfälle und Satzungsleistungen mit besonderen Bedingungen).

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