Wahlleistungen im Krankenhaus

Im Krankenhaus werden Leistungen als Wahlleistungen bezeichnet, wenn sie nicht zu den allgemeinen Krankenhausleistungen nach dem Krankenhausentgeltgesetz (KHEntgG) bzw. der Bundespflegesatzversordnung (BPflV) gehören.

Die private Krankenversicherung (PKV) unterscheidet beim Sammelbegriff „Wahlleistungen“ zwischen

  • der Wahlleistung stationäre Unterkunft, das heißt, die besondere Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer und
  • der Wahlleistung der privatärztlichen Behandlung wie zum Beispiel der Chefarztbehandlung.

Die rechtlichen Rahmenbedingungen für beide Kategorien regelt § 17 KHEntgG.

Kassenpatienten haben als Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dagegen nur einen Anspruch auf die Versorgung mit allgemeinen Krankenhausleistungen, jedoch nicht auf die darüber hinausgehenden Wahlleistungen. Sie können diese zwar auch in Anspruch nehmen, müssen für ihre Bezahlung jedoch selbst aufkommen.

Die Grundlage für eine Versorgung mit Wahlleistungen ist der Abschluss einer Wahlleistungsvereinbarung, über deren Inhalt und Entgelte der Patient im Detail unterrichtet werden muss. Diese Vereinbarung muss schriftlich und vor der eigentlichen Leistungserbringung erfolgen. In der Regel wird sie vom Patienten im Rahmen des Aufnahmegesprächs zusammen mit dem Aufnahmeantrag unterzeichnet.

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