Portabilität (der Alterungsrückstellungen)

In der privaten Krankenversicherung bedeutet eine Portabilität die Möglichkeit der Übertragung von Alterungsrückstellungen von einem alten auf einen neuen Tarif (a) oder von einem alten auf einen neuen privaten Krankenversicherer (b):

a) Gem. §204 VVG kann der Versicherungsnehmer im Fall eines Tarifwechsels bei seinem privaten Krankenversicherer die Anrechnung der aus dem Vertrag erworbenen Rechte und der Alterungsrückstellung verlangen, insoweit die bestehende Krankheitskostenversicherung nach dem 1.1.2009 abgeschlossen wurde oder der Versicherungsnehmer das 55. Lebensjahr vollendet hat.

b) Gem. § 204 VVG kann der Versicherungsnehmer im Fall eines Wechsels seines privaten Krankenversicherers die kalkulierte Alterungsrückstellung des Teils der Versicherung, dessen Leistungen dem Basistarif entsprechen, an den neuen Krankenversicherer übertragen. Voraussetzung dafür ist, dass die gekündigte Krankheitskostenversicherung nach dem 1.1.2009 abgeschlossen wurde. In der Konsequenz ergibt sich daraus, dass für alle Tarife, die über den Leistungsumfang des Basistarifs hinausgehen, die Portabilität nur in Höhe des standardisierten Basistarifs gegeben ist. Bei leistungsstarken Tarifen sind deshalb bei einem Wechsel des privaten Krankenversicherers hohe Alterungsrückstellungs-Verluste zu verkraften.

Wir empfehlen ergänzend unsere Beiträg „Alterungsrückstellungen – das Wesensmerkmal der privaten Krankenversicherung“ sowie „Portabilität der Alterungsrückstellung beim Tarifwechsel“.

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