Zusatzversicherungen kompakt erklärt:
Was leisten Vorsorgetarife?

Zusatzversicherungen kompakt erklärt: Was leisten Vorsorgetarife?Wer zur Vorsorge zum Arzt geht, bekommt die Untersuchung nicht automatisch von seiner Kasse bezahlt. Die gesetzliche Kran­ken­ver­si­che­rung (GKV) ist an einen Leistungskatalog ge­bun­den, der Vorsorgeuntersuchungen je nach Krank­heit erst ab einem gewissen Alter und in fest definierten Abständen vorsieht. Die Liste der GKV umfasst dabei die Vorsorge für die häufigsten Todesursachen wie Krebs- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Mit einer privaten Zusatzversicherung, einem sogenannten Vorsorgetarif, kann diese Beschränkung umgangen werden.

Ein Beispiel:

  • Eine wiederkehrende Untersuchung der Haut auf Anzeichen für Hautkrebs wird von der GKV übernommen, allerdings erst ab dem Lebensalter 30 bei Frauen und 45 bei Männern.
  • Vorsorgeuntersuchungen der Augen, Lunge oder Knochendichte werden überhaupt nicht bezahlt.

Ansonsten leisten gesetzliche Kassen nur bei einem begründeten Verdacht auf eine bestimmte Erkrankung. Das ist jedoch möglicherweise zu spät; Darmkrebs etwa kann lange symptomlos unentdeckt bleiben. Ein Darmkrebsscreening erkennt jedoch den Krankheitsherd zuverlässig im Frühstadium – wenn man zur Vorsorgeuntersuchung geht. Private Vorsorgetarife übernehmen die Kosten.

Vorsorgetarife: Keine Gesundheitsprüfung, keine Wartezeiten

Auf dem Versicherungsmarkt gibt es zahlreiche Angebote für Vorsorgetarife, die sich mitunter deutlich in Leistungsumfang und -dichte unterscheiden. Meist werden die Leistungen abhängig von der Altersgruppe gruppiert. Dazu gehören zum Beispiel die U9a- und U-9b-Untersuchung für Kinder, eine regelmäßige Hautkrebsvorsorge ab 18 oder ein Schilddrüsen-Check ab 35 Jahren. Eine Gesundheitsprüfung ist für Vorsorgetarife nicht notwendig. Auch Wartezeiten gibt es nicht, somit können die vereinbarten Leistungen direkt nach dem Abschluss in Anspruch genommen werden. Vorsorgetarife stehen jedermann offen – ganz gleich, ob gesetzlich oder privat versichert und unabhängig vom Alter.

Für privat Krankenversicherte kann ein Vorsorgetarif ebenfalls interessant sein. Sie bekommen zwar die meisten Vorsorgeuntersuchungen bezahlt, können aber über die Zusatzpolice verhindern, dass ihre Beitragsrückerstattung belastet wird. Auch wer eine hohe Selbstbeteiligung im eigenen Tarif vereinbart hat, kann entsprechend profitieren.

Ein besonderer Vorteil:

Manche Versicherer begrenzen den Leistungsumfang nicht auf bestimmte, vordefinierte Vorsorgeuntersuchungen. Sie passen ihn hingegen an den medizinischen Fortschritt und neue präventive Untersuchungsmethoden an. Die Versicherten können dabei frei entscheiden über die Art, den Umfang und die Häufigkeit der Vorsorge im Rahmen von vorab vereinbarten Höchstgrenzen.

Früher zur Vorsorge dank der Zusatzversicherung

Über Vorsorgetarife lassen sich unter anderem eine Vorsorgeuntersuchung im Hinblick auf einen Schlaganfall, eine erweiterte Schwangerschaftsvorsorge oder auch die Früherkennung des Grünen Stars abdecken. Alles Leistungen, die die GKV nicht bezahlt. Leistungen, die die Kasse erst ab einem gewissen Alter übernimmt wie die Darmkrebsvorsorge ab 50 beziehungsweise 55 Jahren, können hier auch schon in jungen Jahren abgerechnet werden.

Zur geförderten Prävention zählen auch Vorsorgekurse. Zuschüsse zu Yoga, Pilates oder Rückentraining gehören somit ebenfalls zum Leistungsumfang. Dabei gilt: Die Prämien von Vorsorgetarifen sind grundsätzlich abhängig davon, ob man gesetzlich oder privat versichert ist und welches Eintrittsalter man hat. Vor Abschluss lohnt sich in jedem Fall ein Blick ins Kleingedruckte.

Tipp:

Nutzen Sie unseren kostenlosen PKV-Rechner, um die aktuellen Leistungen und Tarife der unterschiedlichen Versicherungsanbieter für Ihr heutiges Lebensalter zu vergleichen. Das Schöne daran: Der Tarifvergleich ist komplett anonym, Sie müssen also keine persönlichen Daten eingeben.

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