Rechnungszins

Der Rechnungszins ist der Zinssatz, mit dem die Alterungsrückstellungen der privaten Krankenversicherung kalkuliert werden.

Der Rechnungszins darf maximal 3,5% betragen. Die Differenz zur tatsächlichen Nettoverzinsung (= Überzins) wird zum überwiegenden Teil zur Beitragsstabilisierung ab Alter 65 verwendet.

Wird mit einem niedrigeren Rechnungszins kalkuliert, sind die Beiträge zur privaten Krankenversicherung zu Beginn zwar höher, das zahlt sich für den Versicherten aber durch eine höhere Beitragsstabilität im Alter und eine Vermeidung von Beitragssprüngen aus.

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV) und der PKV-Verband empfehlen die Unisex-Vollversicherungstarife mit 2,75% Rechnungszins zu kalkulieren. Bisex-Tarife wurden mit 3,5% Rechnungszins kalkuliert.

Einige der ganz neuen Tarife werden aufgrund der weiter anhaltenden Nullzinspolitik mit einem Rechnungszins von 2,5, 2,0  oder 1,0 Prozent kalkuliert. Dies bringt Vorteile für die Ansparung der Alterungsrückstellung im Tarif.

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