Krankenhauszusatzversicherung für Schwangere

Zur Geburt eines Kindes kann sich eine private Krankenhauszusatzversicherung für Schwangere lohnen, garantiert sie doch bessere Leistungen. Jedoch: Für den Abschluss einer solchen Police gelten oft strengere Wartezeiten.

Spätestens wenn der Bauch zusehends wächst, machen sich werdende Mamas und Papas über die bevorstehende Geburt ihres Babys Gedanken. Während für die einen ausschließlich die Niederkunft im Krankenhaus in Frage kommt, schwanken die anderen noch und ziehen auch ein Geburtshaus oder gar eine Hausgeburt in Betracht.

Soll die Entbindung im Kreißsaal eines Krankenhauses oder in einem Geburtshaus geschehen, ist eine Anmeldung ratsam. Viele Kliniken und Geburtshäuser bieten dafür eigens Informationsveranstaltungen zum Kennenlernen der Räumlichkeiten und der Möglichkeiten der Geburtsbegleitung an.

Wenn es dann soweit ist, umfassen die gesetzlichen Leistungen im Krankenhaus alles „medizinisch notwendige“. Die Unterbringung in einem Einzel- oder Familienzimmer im Wochenbett gehört jedoch nicht dazu. Wird das von den Eltern gewünscht, müssen sie das als private Leistungen des Krankenhauses selbst bezahlen und im besten Fall diesen Wunsch bereits bei der Anmeldung äußern.

Wo liegen die Vorteile für eine Krankenhauszusatzversicherung für Schwangere?

Je nach Zimmertyp können zur Geburt des neuen Erdenbürgers Beträge zwischen 30 und 100 Euro pro Tag entstehen. Wie hoch die Kosten konkret sind, hängt vom jeweiligen Krankenhaus ab. Dies kann meist auf der Homepage des Krankenhauses in Erfahrung gebracht werden. Haben die Eltern jedoch eine private Krankenzusatzversicherung abgeschlossen, können sie diese Wahlleistung für den Krankenhausaufenthalt darüber abrechnen – und etwas mehr Privatsphäre genießen.

Zudem gehört eine freie Krankenhauswahl und die Behandlung durch den Chefarzt in den Leistungskatalog der Zusatzversicherung. Auch ist der Schutz bei Reisen ins Ausland oftmals eingeschlossen.

Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass es mit der Einführung der Unisex-Tarife keine eigene Zusatzversicherung für Frauen und damit für eine Schwangerschaft gibt. Vielmehr muss das gesamte Leistungspaket der Absicherung so passen, dass bei einem Aufenthalt im Krankenhaus die Extras übernommen werden, die für den Versicherungsnehmer wichtig sind.

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Wie lange dauert die Wartezeit?

Das Thema Schwangerschaft bekommt insofern jedoch eine besondere Bedeutung, als dass bei vielen Versicherern – neben der allgemeinen Wartezeit von meist drei Monaten – für eine Schwangerschaft eine besondere Wartezeit von bis zu acht Monaten besteht. Leistungen dafür werden dann ausgeschlossen.

Rechtzeitig abschließen:

Um dem zu entgehen, empfiehlt es sich, rechtzeitig, also möglichst lange bevor ein Kinderwunsch konkret wird, eine Zusatzversicherung für den Krankenhausaufenthalt abzuschließen. Die Prüfung der Gesundheit und des Lebensstils gehört zum Aufnahmeantrag. Dabei gilt, unbedingt alle Fragen richtig beantworten.

Werden Vorerkrankungen oder zum Beispiel der Zigarettenkonsum verschwiegen und erfährt der Versicherer davon im Leistungsfall, kann der Versicherungsschutz ganz oder teilweise verloren gehen. In der Regel reichen die Fragen der Gesundheitsprüfung fünf Jahre zurück. Liegen Vorerkrankungen vor, kann der Versicherer Behandlungen, die mit diesen Krankheiten zusammenhängen, ausschließen oder zu einem höheren Beitrag versichern.

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