Versicherungspflichtgrenze für PKV

Die Versicherungspflichtgrenze wird auch als Jahresentgeltgrenze (JAEG) bezeichnet und liegt aktuell bei 64.350 EUR Bruttojahresgehalt. Arbeitnehmer, die über der Versicherungspflichtgrenze verdienen, können sich privat krankenversichern.

Diese beträgt im Jahr 2022 64.350,00 Euro Jahresgehalt (brutto). Dann ist man nicht mehr in der gesetzlichen Krankenversicherung versicherungspflichtig und kann eine private Krankenversicherung abschließen.

Die Jahresarbeitsentgeltgrenze (JAEG) gilt nur für Arbeitnehmer. Selbstständige , Freiberufler und Beamte können sich unabhängig von ihrem Einkommen privat krankenversichern. Studenten können sich zu Beginn ihres Studiums von der gesetzlichen Krankenversicherungspflicht befreien lassen und eine private Krankenversicherung abschließen.

Die Versicherungspflichtgrenze (JAEG) ist nicht mit der Beitragsbemessungsgrenze (BBG) der gesetzlichen Krankenversicherung zu verwechseln.

Überschreiten der Versicherungspflichtgrenze

Wenn das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt die Versicherungspflichtgrenze – die sogenannte JAEG – überschreitet, dann endet die Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung. Es ist dann gemäß § 6 Absatz 1 SGB V Krankenversicherungsfreiheit eingetreten und die gesetzliche Pflichtversicherung wird in eine freiwillige Versicherung umgewandelt. Betroffene Arbeitnehmer die diese JAEG mit Ihrem Jahreseinkommen überschreiten haben dann die Möglichkeit die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenkasse (GKV) freiwillig fort zu führen oder zu beenden und eine private Krankenversicherung (PKV) abzuschließen.