Abgangsordnung

Unter der Abgangsordnung (oder Ausscheideordnung) wird in der PKV die Kalkulation geplanter Vertragskündigungen verstanden. Es betrifft nur Tarife, die nach Art der Lebensversicherung, also mit Alterungsrückstellung, (AR) kalkuliert sind.

Bei der Abgangsordnung geht es nicht um die Kalkulation von Todesfällen, die über die Sterbetafel berücksichtigt werden, sondern um Vertragsbeendigungen wegen Rücktritt, Anfechtung, Kündigung durch den Versicherer wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht oder wichtigem Grund, ordentliche Kündigung in den ersten drei Jahren (nur bei ergänzendem Versicherungsschutz) durch den Versicherer, Kündigung durch den Versicherungsnehmer, Zahlungsverzug, Pflichtversicherung, Beitragsanpassung etc.

Die „Gewinne oder Verluste“, die aus der Abgangsordnung entstehen, haben direkten Einfluss auf die Beitragsentwicklung.

Bei der Beendigung des Vertrages bleibt die angesparte Alterungsrückstellung dem Kollektiv erhalten. Der kündigende Kunde vererbt sie sozusagen – und das Kollektiv erbt.

Wird weniger vererbt, als geplant, dann muss der Beitrag erhöht werden – Beitragsanpassung. Ist die Vererbung größer als gedacht, so können damit notwendige Anpassungen aufgefangen werden.

 

Absolute Selbstbeteiligung »

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