Gesonderte Unterkunft im Krankenhaus

Mit dem Begriff „gesonderte Unterkunft´“ im Krankenhaus wird das Zimmer der jeweiligen Pflegestation beschrieben, das aufgrund der geringeren Bettenanzahl nicht im Leistungsumfang der allgemeinen Krankenhausleistungen enthalten ist und daher gesondert berechnet wird.

Die gesonderte Unterkunft gehört zu den stationären Wahlleistungen und steht in zwei unterschiedlichen Ausführungen zur Verfügung,

  • entweder als Einbettzimmer,
  • oder als Zweibettzimmer.

Damit grenzt sich die gesonderte Unterkunft, vom üblichen Mehrbettzimmer ab.

Die Wahlleistung „gesonderte Unterkunft“ wird vom Krankenhaus direkt mit dem Kostenträger (meist PKV) abgerechnet. Wenn diese Leistung nicht versichert ist, dann werden die entstandenen Kosten vom Patienten selbst getragen.

Neuere Erkenntnisse hinsichtlich der Ansteckungsgefahr, der man als Patient in einem Krankenhaus immer ausgesetzt ist, haben gezeigt, dass das Risiko einer Infektion drastisch zunimmt, wenn mehre Personen in einem Krankenzimmer untergebracht sind. Das Ansteckungsrisiko potenziert sich mit zunehmender Belegung eines Zimmers.

Um diesem Problem vorzubeugen, gehen immer mehr Kliniken dazu über von vorneherein nur Zweibettzimmer bereitzustellen, ohne dass dafür zusätzliche Kosten anfallen. Da die Entlohnung des die Leistung erbringenden Krankenhauses über sogenannte Fallpauschalen funktioniert, ist es für ein Krankenhaus wichtig, dass die Liegezeit eines Patienten so kurz wie möglich ist. Vor allem aber soll eine Infektion um jeden Preis vermieden werden. Für einen Patienten, der nicht entlassen wurde, kann keine neue Fallpauschale berechnet werden.

Auch wenn das Sechsbettzimmer schon lange der Vergangenheit angehört, werden heutzutage in einem Mehrbettzimmer immer noch drei, maximal vier Patienten untergebracht.

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