Karenzzeit KTG

Zeit, die verstreichen muss, um bei Arbeitsunfähigkeit (AU) wegen derselben Krankheit oder eines Unfalls die versicherte Kranken(tage)geldleistung zu erhalten.

Karenzzeiten gibt es sowohl in der gesetzlichen als auch in der privaten Krankenversicherung.

In der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) beträgt die Karenzzeit für Arbeitnehmer sechs Wochen (= 42 Tage), das heißt, ab dem 43. Tag wird Krankengeld ausbezahlt. Die Höhe dieses Krankengeldes wird vom Gesetzgeber festgelegt und entspricht nur ca. 65% des Einkommens des Arbeitnehmers. Es empfiehlt sich sehr, die Differenz über eine private Krankentagegeldversicherung abzusichern, um finanzielle Engpässe im Falle einer längeren Krankheit zu vermeiden.

Für Selbstständige gibt es in der gesetzlichen Krankenversicherung verschiedene Karenzzeiten, die versichert werden können, jedoch nicht müssen.

In der privaten Krankenversicherung (PKV) sind viele verschiedene Karenzzeiten wählbar, die über einen Krankentagegeldtarif versichert werden können. Wer sich privat krankenversichert, kann somit genau die Krankentagegeldversicherung abschließen, die zu seiner individuellen Situation und Persönlichkeit passt. Dabei kann auch der Abschluss verschiedener Karenzzeiten mit unterschiedlichen Tagegeldhöhen sinnvoll sein.

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