Mehrleistungsausschluss

Mit dem Mehrleistungsausschluss wird das Gegengestaltungsrecht bezeichnet, welches ein Versicherter im Rahmen eines Tarifwechsels gemäß § 204 VVG hat, wenn das Leistungsversprechen im Zieltarif höher oder umfassender ist und es aufgrund des Gesundheitszustands zu einem Risikozuschlag kommt. Durch den Mehrleistungsausschluss erklärt der Versicherte den Verzicht auf diese zusätzlichen Leistungen und wendet dadurch den Beitragszuschlag ab.

Ein Beispiel – im neuen Zieltarif ist eine Leistung höher eingeschlossen als im bisherigen. Der Tarif erstattet diese Leistung in Euro höher als der bisherige Tarif. Der Versicherungsnehmer hat Vorerkrankungen die außerhalb der normalen im Preis kalkulierten Versicherungsfähigkeit liegen und damit ein bereits bekanntes größeres Kostenrisiko für das Tarifkollektiv bedeuten. Der versicherer kann dafür einen Risikozuschlag aufrufen. Der Versicherungsnehmer kann diesen Risikozuschalg ablehnen und die Mehrleistung im neuen Tarif durch einen sogenannten Mehrleistungsausschluss ablehnen. Der Versicherungsnehmer hat dann für diese Leistung im neunen Tarif den gleichen Leistungsanspruch wie im bisherigen. Ein Mehrleistungsauschluss wird i.d.R. immer für alle Mehrleistungen, die ein Tarif beinhaltet vereinbart. Je nach Höhe im Vergleich zur Mehrleistung kann ein RZ Risikozuschlag die Wahl sein.

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