Sterbetafel

Mit der Sterbetafel werden die Todesfälle statistisch erfasst, um eine statistische Lebenserwartung für Männer und Frauen verschiedener Geburtsjahrgänge aufzuzeigen. Dabei geht es aber nicht um das allgemein bekannte durchschnittliche Alter, sondern die sogenannte Restlebenswahrscheinlichkeit. Damit ist gemeint, wie lange eine Person noch lebt, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht hat. Die Sterbetafel wird laufend aktualisiert und die Restlebenswahrscheinlichkeiten steigen alle drei Jahre um ca. ein Jahr.

Die Sterbetafel ist eine Ausscheideordnung, die darstellt, wie sich ein fiktives Kollektiv von Personen aus einer bestimmten Personengruppe durch Tod erwartungsgemäß verringert. Sie bildet eine Tarif-Kalkulationsgrundlage, zum Beispiel, um für die Zukunft festzulegen, wie lange mit einem Leistungsbezug in einem versicherten Tarif zu rechnen ist.

Die PKV verwendet eigene Tafeln, die von anderen Tafeln (zum Beispiel Deutsche Aktuarvereinigung Rente oder DAV dynamisch) abweichen. Das Klientel der PKV, zum Beispiel Beamte, Akademiker, Freie Berufe (Rechtsanwälte, Notare, Ärzte, etc.) weicht von der Durchschnittsbevölkerung deutlich ab.

Mit der Sterbetafel wird hochgerechnet, wie viele Versicherte einer Alterskohorte zu einem bestimmten Zeitpunkt noch versichert sind, weil nur diese Versicherten den durchschnittlichen Kopfschaden erzeugen können. Daraus ergibt sich der Bedarf an angesparter Kapitaldeckung für den errechneten Bedarf an Alterungsrückstellung unter Berücksichtigung der Vererbung aus der Abgangsordnung.

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